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Lokales Neuer Petershof Eigentümer plant Hotel
Leipzig Lokales Neuer Petershof Eigentümer plant Hotel
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00:36 24.09.2015
Ehemaliger Messepalast Petershof (Archivbild). Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Der frühere Leipziger Messepalast Petershof wurde verkauft. Neuer Eigentümer der Traditionsimmobilie, die einst das berühmte Kino „Capitol“ beherbergte, ist nach LVZ-Informationen die Jachimowicz Group aus Berlin. Dieses Familienunternehmen hatte Anfang des Jahres bereits das ebenfalls in der Petersstraße befindliche Merkurhaus erworben.

Verkäufer beim Petershof war ein von Internos Global Investors betreuter Immobilienfonds. Wie berichtet, hatte dieses Unternehmen erst jüngst den Mietvertrag für das Mode-Kaufhaus „Kult“ in dem Objekt zum 30. September beendet. Danach wurde viel gerätselt, wie es mit dem 17.000 Quadratmeter Nutzflächen umfassenden Objekt weitergeht. Es verfügt neben den vier Einzelhandelsetagen auch über Büros, Wohnungen sowie Tiefgaragen-Stellplätze.

Beratend begleitet wurde die Großtransaktion durch den Leipziger Immobilienspezialisten Arcadia Investments, der selbst im Petershof residiert. Der neue Eigentümer plane im Petershof eine tiefgreifende Umstrukturierung der etwa 10.000 Quadratmeter Einzelhandelsflächen, sagte Arcadia-Chef Alexander Folz gegenüber der LVZ. „Darüber hinaus soll ein Hotel mit zirka 150 Zimmern in das Gebäude einziehen.“ Für die bisherigen „Kult“-Flächen werde ein in die Zukunft gerichtetes Nachnutzungskonzept entwickelt.

Zum Kaufpreis vereinbarten die Beteiligten Stillschweigen. Der Petershof gehört zu den bekanntesten Immobilien in der Leipziger City. Der heute sichtbare Bau mit Skulpturen wichtiger Persönlichkeiten über dem Eingang wurde von 1927 bis 1929 nach Entwürfen des Architekten Alfred Liebig errichtet. Von 2003 bis 2005 erfolgte ein Komplettumbau für 22 Millionen Euro – im Auftrag der Modekette Sinn Leffers entstand eines der größten Textil-Kaufhäuser in der City. Allerdings musste Sinn Leffers – ein bundesweit tätiger Handelsriese – 2008 Insolvenz anmelden und auch in Leipzig seine Türen schließen.

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