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Lokales Neuer US-Generalkonsul Eydelnant will Brücken bauen
Leipzig Lokales Neuer US-Generalkonsul Eydelnant will Brücken bauen
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18:52 11.07.2017
Timothy Eydelnant, der designierte US-Generalkonsul am Dienstag in Leipzig. Quelle: Andre Kempner
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Leipzig

Das Gartengelände des US-Generalkonsulats in der Leipziger Innenstadt ist mit unzähligen US-Flaggen geschmückt. Außen am Fenster des Gebäudes leuchtet einsam eine Regenbogenfahne. Über 350 Gäste aus ganz Mitteldeutschland lassen am Dienstagnachmittag geduldig am Eingang ihre Taschen inspizieren. Sie sind gekommen, um erstmals dem designierten US-Generalkonsul Timothy Eydelnant und seinem Ehemann Michel Petro die Hände zu schütteln. Und um gemeinsam mit amerikanischen Diplomaten, Geschäftsleuten und Künstlern den 241. Jahrestag der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten zu feiern.

Auch der derzeit ranghöchste Vertreter der USA in Deutschland, Geschäftsträger ad interim Kent D. Logsdon, ist nach Leipzig gereist, um den neuen US-Generalkonsul für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu begrüßen und vorzustellen. Eydelnant sei einer von Millionen Flüchtlingen, die in die USA kamen, so Logsdon. „Er wurde vom Flüchtling zum Repräsentanten der Vereinigten Staaten.“

Eydelnant zog 1989 als 16-Jähriger mit seinen Eltern aus Minsk in Weißrussland in die USA. Er arbeitet seit 2002 im US-Außenministerium und hat in Wien, im Irak, in Brasilien, Finnland, Russland und Israel als Diplomat gearbeitet. Neben Englisch spricht er fließend Russisch, Deutsch und Portugiesisch. Sein Ehemann Michel Petro, der aus Jerusalem stammt und in Würzburg und Berlin studiert hat, ist mit nach Leipzig umgezogen.

Ziel: Lebendige Partschaft zwischen USA und Mitteldeutschland

„Vor wenigen Tagen erst bin ich in Leipzig angekommen und ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe“, sagt Timothy Eydelnant in seiner Festrede. „Es ist mir eine große Ehre, hier zu sein.“ Der designierte US-Generalkonsul zeigt sich beeindruckt von den vielen Kooperationen, die es zwischen dem Generalkonsulat und Mitteldeutschland gibt. „Sie alle sind ein Beweis für die guten Beziehungen zwischen den USA und Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen”, unterstreicht er. Er sei gekommen, um weitere Brücken zu bauen. „Ich möchte Sie ermutigen, mit Vorschlägen auf mich zuzukommen“, sagt er zu den zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

 Auch Logsdon unterstreicht, dass es die Menschen sind, die Partnerschaft lebendig machen: „Wir wissen ja, dass es zwischen Partnern in einer langjährigen Beziehung auch Meinungsverschiedenheiten gibt, aber uns eint das Bekenntnis zur Freiheit, die Konzentration auf gemeinsame Werte und Ziele.“

Vorgänger arbeitet nun in Bagdad

Unter den Gästen waren auch Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung und seine Frau Ayleena, Leipzigs Polizeichef Bernd Merbitz, der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Feist und die Rektorin der Leipziger Universität, Beate Schücking. Der zwischenzeitlich einsetzende Regen lässt alle unter den großen Schirmen enger zusammenrücken während der – allesamt kurzen – Reden. Als Eydelnant das Büffet eröffnet, schiebt die Sonne die Regenwolken zur Seite.

Eydelnants Vorgänger Scott R. Riedmann (51) hatt sich im April nach drei Jahren diplomatischer Arbeit für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen aus Leipzig verabschiedet. Er arbeitet nun für ein Jahr an der US-Botschaft in Bagdad. Seine Frau Jana und die beiden Söhne sind zurück gegangen in die USA, nach Ohio.

Anita Kecke

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