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Lokales Neuer Verein Eltern in Leipzig listet Mängel an Grundschulen auf
Leipzig Lokales Neuer Verein Eltern in Leipzig listet Mängel an Grundschulen auf
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00:18 05.11.2016
Engagieren sich im neu gegründeten Verein Eltern in Leipzig: Cornelia Ketscher, Silke Oehme und Linda Maciejewski (von links), hier vor der Grundschule am Floßplatz. Um die Situation in vielen Grundschulen zu verbessern, hat der Verein 167 Bürgereinwände zum Haushaltsentwurf 2017/18 eingereicht.  Quelle: Christian Modla
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Leipzig

  Der Verein Eltern in Leipzig möchte als Netzwerk unterstützen – etwa, wenn eine Bildungsstätte dringend einen Schulgarten braucht. Oder eine Kita ein paar Bälle zum Spielen. „In diesem Fall kümmern wir uns und sprechen Sponsoren an“, nennt Maciejewski ein Beispiel, die im Stadtelternrat den Arbeitskreis Grundschule leitete. „Wir wollen Eltern mit Eltern, Vereine mit Eltern und Unternehmen mit Eltern zusammenbringen. Und so Probleme schnell und unkompliziert lösen.“

Mittlerweile ist die Tochter dem Grundschulalter entwachsen – die 34-Jährige möchte sich aber weiter engagieren. Zuletzt hat sich der Arbeitskreis Grundschulen um Mängel an den Bildungsstätten gekümmert, die über undichte Fenster, eklige Toiletten, bröckelnden Putz, nicht kindgerechte Schulhöfe und vieles mehr klagen. Wie berichtet, hat er im Dezember 2014 insgesamt 67 Bürgereinwände zum Haushaltsentwurf eingereicht. Mit dem Ziel, dass die Stadt dafür Geld bereitstellt. „Vieles ist nach wie vor ein Problem. Wir wissen auch nicht, was das Schuldezernat im neuen Doppelhaushalt 2017/18 berücksichtigt. Daher haben wir als Verein die Liste überarbeitet und erneut 167 Bürgereinwände aus 41 Grundschulen im Rathaus abgegeben.“

Einige Beispiele, wo die Eltern Probleme sehen:

Eine lange Liste stammt von den Vertretern der ...

- Saalfelder Straße 29. Dort verkneifen sich viele Kinder den Toilettengang, weil die Sanitärräume stinken. Gefordert wird, den Keller für Hortwerkstätten und Sport auszubauen, damit zusätzliche Unterrichtsräume entstehen, den Hofgarten zu gestalten sowie den Speiseraum zu sanieren.

 - Friedrich-Dittes-Straße 23: Dort wird veraltetes und defektes Mobiliar in etlichen Räumen kritisiert, die Gestaltung des Pausenhofes, die Erneuerung der Heizungsanlage verlangt.

 - Binzer Straße 14: Dort lassen sich teilweise die Fenster nicht öffnen oder sind defekt.

 - Miltitzer Allee 1: Bemängelt wird der Brandschutz, die Sanitärraume in der Turnhalle müssten saniert, der Schulhof gestaltet sowie die Fassade erneuert werden.

 - in der Husemannstraße 2: Gefordert werden eine Sanierung der Umkleidekabinen in der Turnhalle, der Fassade, der Toiletten, Malerarbeiten, die Erneuerung der Fliesen in der Schulküche sowie eine bessere Ausstattung für die mediale Bildung.

- Probstheida wartet noch immer auf den Neubau.

Etliche Schulen wünschen sich Sozialarbeiter (9. und 74. Grundschule). Es geht aber auch um vermeintlich kleinere Sorgen. So fordern Eltern einen häufigeren Reinigungsrhythmus in der 3. Grundschule, das Auswechseln von Spielsand auf dem Freigelände der Franz-Mehring-Schule oder – in mehreren Grundschulen – die Ausstattung mit Laptops und interaktiven Tafeln.

www.eltern-in-leipzig.de

Von Mathias Orbeck

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