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Lokales Neuer Versuch: CDU-Stadträtin engagiert sich für Kammmolch-Würdigung in Leipzig
Leipzig Lokales Neuer Versuch: CDU-Stadträtin engagiert sich für Kammmolch-Würdigung in Leipzig
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17:38 09.04.2014
Der "Grüne Bogen" in Paunsdorf ist die grüne Lunge an der Plattenbausiedlung Heiterblick. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Im Januar war Heymann bereits damit gescheitet, den Paunsdorfer Maikäferweg in Kammmolchweg umbenennen zu lassen.

„Der Kammmolch ist ja der eigentliche Grund, warum es den Grünverbund hier überhaupt gibt“, erklärte die in Paunsdorf lebende Politikerin am Dienstag gegenüber LVZ-Online. Der „Grüne Bogen“, einstmals Manöverfläche für die Rote Armee, lag nach der Wende brach. In den Niederungen des Geländes bildeten sich Teiche – die schon bald auch ideale Lebensbedingungen für den bis zu 20 Zentimeter großen, zur Paarungszeit einen Rückenkamm tragenden und vor allem streng geschützten Lurch boten.

Als in den 1990er Jahren Kammmolche in den Gewässern gefunden wurden, war an Bautätigkeit nicht mehr zu denken. Aus der sowjetischen Manöverfläche wurde die inzwischen auf 120 Hektar angewachsene grüne Lunge an der Plattenbausiedlung Heiterblick. Und nach dem Willen von Sabine Heymann soll der Anlass nun auch endlich mit der Benennung der Gewässer gewürdigt werden.

Unterstützung aus dem linken Lager – kein Wahlkampfthema

Ob das Vorhaben auch Erfolg hat, ist allerdings ungewiss. In der Ratsversammlung am 22. Januar erntete Heymanns Vorschlag, den geplanten Maikäferweg in Kammmolchweg umzubenennen weitgehende Heiterkeit unter den Stadträten. Nach zähen Verhandlungen um den Stadthaushalt für 2014, an denen sich die CDU-Fraktion praktisch nicht beteiligte, echauffierte sich die politische Konkurrenz über die Prioritäten der Christdemokraten. „Ich konnte das damals nicht so richtig nachvollziehen, dass niemand den Kammmolch in Paunsdorf würdigen wollte“, sagte Heymann am Montag.

Weil im aktuellen Fall der See-Benennung zumindest keine Anwohner betroffen sind, die sich gegebenenfalls mit erhöhter Konsonantendichte in ihren Adressen herumschlagen müssten, hofft Heymann auf Unterstützung aus der Ratsversammlung. Zumal ihr ein politischer Konkurrent schon zur Seite gesprungen ist: Linken-Stadtrat Siegfried Schlegel ist ebenfalls Kammmolchsee-Antragsteller. „Ja, Herr Schlegel hat seine Solidarität bekundet“, so die CDU-Politikern. Da die Entscheidung weit vor der Kommunalwahl anstehe, gebe es aber keine Interessensprobleme. „Der Kammmolch wird auf keinen Fall ein Wahlkampfthema“, so Heymann weiter.

 

Matthias Puppe

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