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Neuer Vertrag zwischen Leipziger Uni und Herzzentrum unterschriftsreif

Ende jahrelanger Verhandlungen Neuer Vertrag zwischen Leipziger Uni und Herzzentrum unterschriftsreif

Nachdem die Leipziger Uni vor drei Jahren Nachbesserungen beim Kooperationsvertrag mit dem hiesigen Herzzentrum gefordert hatte, zogen sich die Verhandlungen und Schlichtungsversuche hin. Jetzt gibt es eine Einigung – am Mittwoch soll der neue Kontrakt unterschrieben werden.

Hat den Status einer Uni-Klinik – das private Herzzentrum in Probstheida.

Quelle: André Kempner

LEIPZIG. Nach jahrelangen Verhandlungen über die Fortschreibung des Kooperationsvertrages zwischen der hiesigen Uni und dem Leipziger Herzzentrum (HZL) ist das Dokument jetzt unterschriftsreif. Am Mittwoch soll es unterzeichnet werden. Hintergrund: Als die Rhön-Klinikum AG 1994 das HZL in Probstheida erbaut und in Betrieb genommen hatte, wurde mit der Uni sowie dem Freistaat Sachsen ein Kooperations- und Nutzungsvertrag geschlossen. Verbunden war das mit dem Status der Einrichtung als Uni-Klinik.

Doch 2012 gab die medizinische Fakultät eine Empfehlung an das Uni-Rektorat ab, die Vereinbarung mit dem HZL zu kündigen, um eine „strukturelle und inhaltliche Veränderung“ der Kooperation zugunsten der Alma mater zu ermöglichen. Es gelte, die Herzmedizin perspektivisch stärker in die Forschungs- und Lehrentwicklung der Fakultät einzubinden, hieß es in dem vertraulichen Schreiben. Binnen sechs Monaten, so der vorgeschlagene Zeitplan, sollten die Verhandlungen über die notwendigen Vertragsänderungen zum Abschluss gebracht werden.

Gekündigt wurde der Kontrakt dann zwar nicht, aber es begann ein Verhandlungsmarathon. Trotz fortwährender Bekundungen aller Seiten, es bestehe Übereinstimmung darüber, dass die Zusammenarbeit weiterentwickelt werden müsse, um die künftigen Herausforderungen der Universitätsmedizin zu meistern, kam es zu keiner Einigung. Als 2014 der Fresenius-Konzern das HZL von Rhön übernahm, das seitdem zur Fresenius-Tochter Helios gehört, wurde ein neuer Anlauf für eine Einigung genommen – die nun gelungen ist .

Der bisherige Vertrag beinhaltete unter anderem, dass der Freistaat Sachsen sogenannte Landeszuschüsse für die Professuren für Kardiologie und Herzchirurgie zahlt. Im Gegenzug mussten die Professoren, die zugleich Mitglieder der Fakultät sind, 20 Prozent ihrer Arbeitszeit „für Zwecke der Forschung und Lehre“ einsetzen. Während das Uni-Klinikum in den letzten zwei Jahren Verluste schrieb, gilt das HZL als hochprofitabel. Es verfügt über zirka 440 Betten, hat rund 1450 Mitarbeiter und gliedert sich in die Kliniken für Herzchirurgie, Innere Medizin/Kardiologie und Kinderkardiologie. Außerdem gibt es die Abteilungen für Rhythmologie, Anästhesiologie und Radiologie.

 

Von Mario Beck

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