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Lokales Neuer Vorstoß für das Lichtfest
Leipzig Lokales Neuer Vorstoß für das Lichtfest
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06:01 02.03.2018
Uwe Schwabe. Quelle: Foto: André Kempner
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Leipzig

Die Debatte um das Lichtfest geht weiter. Das Archiv Bürgerbewegung hat sich per Brief an Burkhard Jung (SPD) gewandt und einen Neustart vorgeschlagen. Der OBM habe den Brief aber schon an Volker Bremer weitergegeben, Chef der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH (LTM). Dies sei „kein guter Stil und ein Vertrauensbruch“, sagte Uwe Schwabe vom Archiv Bürgerbewegung. Daher veröffentliche man nun den Vorschlag.

„Lichtfest wird immer belangloser“

Wie berichtet, hatte Schwabe seine Arbeit in der „Initiativgruppe Tag der Friedlichen Revolution – Leipzig 9. Oktober 1989“ beendet. Grund: Das Lichtfest werde immer schlechter und belangloser; es gebe keine Bezüge mehr zur Friedlichen Revolution. LTM dominiere das Programm; die Initiativgruppe aus Bürgern, Organisationen und Museen habe keinen Einfluss.

„Fest könnte zum reinen Eventtermin verkommen“

Man sehe die Gefahr, dass das Lichtfest sukzessive zum reinen Eventtermin verkomme, schreiben nun Uwe Schwabe, Saskia Paul und Jochen Lässig vom Archiv Bürgerbewegung. Daher sei eine Reform bei der Vorbereitung und Durchführung dringend notwendig. Dazu soll nach ihren Vorstellungen ein Organisationsgremium gegründet werden, das das Lichtfest inhaltlich vorbereitet. Zu dem Kreis würden die LTM gehören – sowie die Einrichtungen, die sich mit SED-Diktatur, Friedlicher Revolution und deren Vermittlung in Leipzig beschäftigen: Archiv Bürgerbewegung, Bürgerkomitee („Runde Ecke“), Stadtgeschichtliches Museum, Stasi-Unterlagenarchiv, Stiftung Friedliche Revolution und Zeitgeschichtliches Forum.

Zwei Gremien sollen sich kümmern

Als zweite Einrichtung solle die Initiative „Tag der Friedlichen Revolution – Leipzig 9. Oktober“ als Beraterkreis tätig bleiben. „Der Beraterkreis koordiniert alle Veranstaltungen um den 9. Oktober, organisiert die Rede zur Demokratie und berät das Organisationsgremium“, schlagen Schwabe, Paul und Lässig vor. Zudem solle der Beraterkreis neue Formate entwickeln, „um den Tag noch stärker in der Stadtgesellschaft zu verankern“. Da alle Mitglieder des Organisationsgremiums auch Mitglied in der Initiative seien, wäre ein direkter Informationsaustausch sichergestellt.

„Gesprächsfaden nicht abreißen lassen“

„Damit hätten wir wieder arbeitsfähige und effiziente Strukturen. Unter diesen Bedingungen wäre das Archiv Bürgerbewegung Leipzig weiter bereit, bei der Organisation und Vorbereitung des Lichtfestes und der Feierlichkeiten um den 9. Oktober mitzuwirken“, so Schwabe, Paul und Lässig in ihrem Brief. Man solle den Gesprächsfaden nicht abreißen lassen.

Von Björn Meine

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