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Lokales Neues Antennenfernsehen startet in der Nacht zum Mittwoch
Leipzig Lokales Neues Antennenfernsehen startet in der Nacht zum Mittwoch
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23:03 27.03.2017
Werbung an der Prager Straße für das neue Antennen-TV. Quelle: Jens Rometsch
Leipzig

Mittwoch, Punkt 0 Uhr, soll eine Revolution beim Fernsehempfang in Deutschland beginnen. Dann wird – zuerst am Berliner Funkturm – das neue Antennenfernsehen DVB-T2 HD scharf geschaltet. In den nachfolgenden Stunden rücken Spezialistenteams in die Regionen aus, die von Anfang an dabei sind: also in Mitteldeutschland Leipzig/Halle, Wittenberg, Magdeburg, Brocken und Jena. Bis Mittwoch gegen 12 Uhr soll die Umstellung abgeschlossen sein.

Dann können Millionen Haushalte per Antenne 40 Programme in Full-HD-Bildqualität schauen – darunter 20 öffentlich-rechtliche Sender wie ARD und ZDF sowie 20 Private wie RTL oder Sat.1. In Mitteldeutschland waren die großen Privatsender bislang nicht über Antenne vertreten. „Deshalb ist es für unsere Region in jedem Fall ein großer Fortschritt“, erklärt Martin Deitenbeck von der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM), die ihren Sitz in Leipzig hat.

Die Privatsender werden aber nur drei Monate lang kostenlos empfangbar sein. Wer sie ab Juli weiterschauen will, muss ein Abo beim Anbieter Freenet-TV für 5,75 Euro pro Monat abschließen. Die Kosten für die Ausstrahlung öffentlich-rechtlicher Programme sind bereits durch die allgemeinen Rundfunkgebühren gedeckt.

Weil zum Empfang von DVB-T2 HD neue Geräte (etwa eine Receiver-Box oder eine Einsteckkarte für den Fernseher) nötig sind, gab es jüngst einen entsprechenden Ansturm im Handel, sagt Michael Richter von der Landesmedienanstalt Sachsen-Anhalt. Selbst wer schon so ein neues Gerät nutzt oder einen topmodernen Fernseher besitzt, der das Entschlüsseln der DVB-T2-HD-Signale auch ohne Zusatzgeräte beherrscht, müsse am Mittwoch einen Sendersuchlauf vornehmen, damit die Mattscheibe nicht schwarz bleibt. Die alten Antennen funktionieren indes weiter, so Richter.

Gespannt ist der Fachmann, ob die Privatsender wirklich – wie angekündigt – in Full-HD nach dem optimalen Standard 1080p senden. „Dann wäre die Bildqualität noch besser als über Kabel oder Satellit.“ Mehrere öffentlich-rechtliche Sender seien technisch noch nicht so weit, sie bieten derzeit nur etwas geringere Standards, sagt Richter. Das alte Antennenfernsehen sei wegen seiner mauen Bildqualität für große Fernseher ungeeignet gewesen, habe deshalb vor allem in Gartenlauben oder auf Zweitgeräten Anwendung gefunden. Das könnte sich ab morgen ändern.

Von Jens Rometsch

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