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Neues Domizil für soziales Möbelprojekt auf der Alten Messe

Umzug Neues Domizil für soziales Möbelprojekt auf der Alten Messe

Das soziale Möbelprojekt, das die gemeinnützige Stadtteil Leipzig-Probstheida GmbH bisher in der Halle 15 auf der Alten Messe betrieb, musste jetzt umziehen.

Umzug vom Sozialen Möbelprojekt in die Halle 7.11. auf dem Alten Messegelände in Leipzig.

Quelle: Andre Kempner

Leipzig. "Zweirad Stadler möchte sich - als neuer Investor - dort niederlassen und bauen", erklärt Geschäftsführerin Angela Seifert und winkt ab. "Darauf waren wir aber eingestellt. Und die Leipziger Entwicklungs- und Vermarktungsgesellschaft bot uns auf der Alten Messe auch sehr kooperativ neue Räume an." Das neue Möbel-Domizil befindet sich jetzt in Halle 7.11. "Im Hauptgebäude Deutscher Platz 4! Der Eingang ist schräg gegenüber der Nationalbibliothek. Dort sind wir zwar in der ersten Etage, aber es gibt einen Aufzug", so Seifert. Mit 500 Quadratmetern Nutzfläche habe man an diesem Ort jetzt sogar mehr Platz als am alten, der es nur auf 390 brachte. Am 1. August sollen die neuen Lagerräume von 9 bis 17 Uhr eingeweiht werden. Wer Interesse und Zeit hat, darf gern vorbeikommen.

Das Möbelprojekt an sich gibt es seit 2009. Es war im Rahmen eines ESF-Beschäftigungsprojektes aufgebaut worden; seit 2011 führt es die gGmbH fort. "Wir holen kostenlos Spenden gut erhaltener Möbel und Haushaltgegenstände von Leipziger Bürgern ab, arbeiten sie bei uns auf. Verkauft werden sie dann kostengünstig an Menschen mit geringem Budget. Das heißt, an Leute, die Einkünfte unterhalb der Pfändungsfreigrenze haben - also ALG-2-Empfänger, Leipzig-Pass-Inhaber und dergleichen. Monatlich haben wir bis zu 70 Käufer", so Seifert.

Die gGmbh, in der der 1991 gegründete Bürgerverein Probstheida (BV) Gesellschafter ist, hat unterdessen längst weitere vom BV über Jahre entwickelte Projekte unter seine Fittiche genommen. Den Bürgertreff Bockstraße 8 etwa. Laut Seifert gehören dort Bürgerinformationen, Seniorentreffen, kreatives Gestalten und Beratungsangebote zu den Offerten. Es gibt eine Bibliothek - gespeist aus 9000 gespendeten Büchern. Und innerhalb des EU-Projektes "50+" bestehe ein Seniorenaustausch mit Bulgarien. "Überdies erarbeitet der Bürgerverein im Treff unsere Stadtteilzeitung ,Rund um den Dorfanger', die monatlich in einer Auflage von 400 Stück erscheint", so Seifert.

Nicht zuletzt erzählt die Geschäftsführerin auch noch stolz vom "hauseigenen" Kinder- und Jugendfreizeitzentrum in der Franzosenallee 23. "Wir betreiben es als anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Unter anderem gibt es dort Ferienangebote. Schon zum elften Mal findet gerade ein internationales Jugendbegegnungstreffen statt: Noch bis zum 5. August leben Jugendliche aus Litauen, Bulgarien, Ungarn und Deutschland dabei zusammen im Zeltlager." Das Bemerkenswerte an der Einrichtung in der Franzosenallee sei, "dass wir dort 1998 bis 2000 selbst ein Passivhaus in ökologischer Bauweise errichtet haben, an dem auch Jugendliche beteiligt waren", wie Seifert sagt. Montags und mittwochs vormittags würden verschiedene Seniorensportgruppen - insgesamt rund 90 Teilnehmer - die Räume nutzen. "Freitagvormittag ist Bambini-Sport, da toben sich Kinder aus der Tagespflege aus. Doch das Haus ist immer wieder auch Dreh- und Angelpunkt für unsere Stadtteilfeste", berichtet sie.

Dies alles über Jahre hinweg als gemeinnütziges Unterfangen, bei sinkenden öffentlichen Zuschüssen, durch finanzielle Klippen zu manövrieren, dafür habe man seine eigene Methode entwickelt, merkt Seifert noch an. "Wir bauen auf verschiedene Quellen. So finanziert uns die Stadt das Kinder- und Jugendfreizeitzentrum, das Jobcenter teils unsere Mitarbeiter und wir selbst erwirtschaften eigene Mittel, um auch Festanstellungen zu bezahlen. Ein Großteil der Gelder kommt zudem über Projekte der EU herein - wie der Jugendaustausch, über ESF-Projekte und Sponsoren wie Sparkasse, Telekom, Allianz und andere", so Seifert.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.07.2015
Angelika Raulien

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