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Neues Goethe-Gymnasium in Leipziger Nordosten offiziell eingeweiht

Städtischer Schulhaus-Neubau Neues Goethe-Gymnasium in Leipziger Nordosten offiziell eingeweiht

Im Leipziger Nordosten wurde am Mittwoch das neue Goethe-Gymnasium in der Gorkistraße 15/25 eröffnet. Oberbürgermeister Burkhard Jung übergab es in Anwesenheit der Staatsministerin für Kultus Brunhild Kurth offiziell an die Schüler und Lehrer. Damit werde den steigenden Schülerzahlen und dem Kapazitätsbedarf im gymnasialen Bereich Rechnung getragen, hieß es.

Blick auf einen der sanierten alten Gebäudeteile der neuen Goethe-Schule in der Leipziger Gorkistraße. Via Brücke über den Friedhofsweg ist das restliche Schulgebäudeensemble erreichbar.
 

Quelle: André Kempner

Leipzig.  Joelle (12) meinte: „Der große Schulhof ist toll! Auch der Tunnel über dem Friedhofsweg zwischen unseren Schulgebäuden!“ Für Eduard (11) ist die Kantine Spitze ist. „Das war ganz früher ja eine Turnhalle, da gibt es jetzt aber noch die schönen alten Wände und Säulen. Aber auch die elektronischen großen Tafeln in einigen Unterrichtsräumen sind richtig gut!“ Das Schülerduo – Klasse 6.2. – gab am Mittwoch nur allzubereit den vielen Gästen, die zur offiziellen Einweihung des neuen Goethe-Gymnasiums in der Gorkistraße durch die Treppenhäuser schwärmten, Tipps, was sie sich „unbedingt ansehen (!)“ sollten.

Zuvor gab es festliche musikalische Töne (vom Schülerchor) und in Worte gefasste, festliche Noten in der Aula. Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth etwa lobte das neu entstandene Schulensemble, das – wie berichtet – auf dem Areal zweier ehemaliger Schulen durch Sanierung von Bestandsgebäuden und diversen Erweiterungsbauten entstand, als „sehr gelungen“. Sie sei zudem beeindruckt, „wie hier Schulleitung, Lehrer, Schüler, Eltern und Architekten bei der Schulhausgestaltung mitgewirkt haben“. „Überall ist das nicht so“, so Kurth. Gut war auch, dass sie bei der Gelegenheit gleich Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung zur Hand hatte. Denn weil dem neuen Lernort noch ein Ort zur Leibesertüchtigung fehlt – eine Sporthalle – überraschte die Staatsministerin beim Festakt mit einem Scheck über 3,9 Millionen Euro aus dem Programm „Brücken für die Zukunft“. Das Originalpapier musste sie jedoch unbedingt vom Schulträger, der Stadt, unterschrieben erstmal wieder mit nach Dresden nehmen. Nun, das war wohl Jungs leichteste Übung, noch während Kurth am Rednerpult in der Aula stand, setzte er flugs seinen Namen drunter. Immerhin: Für die noch fehlende Sporthalle, die es bis 2019 geben soll, ist das ja schon mehr als die halbe Miete. Ihre Kosten wurden mit etwa 5,5 Millionen Euro veranschlagt.

Das neue Gymnasium selbst soll alles in allem knapp 20 Millionen Euro teuer gewesen sein. Vom Freistaat gab’s 6,6 Millionen Förder-Euro dazu. Es wird vierzügig geführt und ist für maximal 896 Schüler in 32 Klassen ausgelegt. Die Entstehungsphasen – so vom Planungsbeschluss (2013) bis zur Inbetriebnahme (7. August 2017) – reflektierte gestern nicht nur Schulleiter Mario Coccejus. „Kein Schulhausbau wurde so kontrovers diskutiert wie dieser“, seufzte etwa Bürgermeister Thomas Fabian. „Erst ging’s um den Standort, dann um die Frage nach einer ausreichenden Schülerzahl, um die Schulwegfrage – die es bis in die ,Tagesthemen’ schaffte, um die Brückendiskussion...“ In der Tat, es sei nun „ein schöner Tag, weil man eine so schöne Schule an einem zuvor so umstrittenen Standort eröffnen“ konnte, sekundierte Jung. Allerdings: „Auch Schulen gehören zur städtischen Standortentwicklung! Wir müssen sie zur Standortentwicklung nutzen. Wir müssen damit dahin gehen, wo die Leute leben.“ Umso mehr, merkte Fabian an, gebühre allen Dank, die das Vorhaben „Goethe-Gymnasium“ unbeirrt verfolgt und an ihm mitgewirkt haben.

Von Angelika Raulien

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