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Lokales Neues Stadtviertel in Leipzig kostet 300 Millionen Euro
Leipzig Lokales Neues Stadtviertel in Leipzig kostet 300 Millionen Euro
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21:48 07.08.2018
Investoren-Vertreter Jens Meinrenken (links), Oberbürgermeister Burkhard Jung sowie Norbert Hippler vom Architekturbüro RKW zeigten die Pläne vor Ort. Quelle: Foto: André Kempner
Leipzig

Die Baukosten belaufen sich auf insgesamt rund 300 Millionen Euro. Ab 2019 bis etwa 2030 soll an der Westseite des Leipziger Hauptbahnhofs ein ganz besonderes Stadtviertel entstehen. Das machte Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) am Dienstag bei einem Pressetermin vor Ort klar.

Wohnen, Arbeiten und Bildung an einem Ort

„Bisher wurden Wohnen und Arbeiten bei Vorhaben dieser Größe in aller Regel getrennt“, erläuterte Jung. „Die Einwohner schliefen am Stadtrand, fuhren dann morgens zur Arbeit oder die Kinder in die Schule.“ Bei der elf Hektar großen Brachfläche in bester City-Lage solle dies nun anders werden. „Leipzig hat die große Chance, aus der Mitte heraus zu wachsen und so das Ziel – eine ökologische Stadt der kurzen Wege – zu erreichen. Wohnen, Arbeit, Bildung und Verkehr können wir hier an einem Ort gemeinsam mit dem Investor in guten Einklang bringen.“

700 Wohnungen, Gewerbe, fünfzügiges Gymnasium

Wie die LVZ bereits am vergangenen Sonnabend exklusiv berichtet hatte, sind auf dem Areal Neubauten mit 120 000 Quadratmetern Bruttogeschossflächen vorgesehen. Davon soll ein Drittel für Gewerbe dienen. Zudem sind etwa 700 Wohnungen, ein fünfzügiges Gymnasium samt Drei-Felder-Turnhalle, Sportplatz, Hotel, Kita und ein großzügiger Park mit einem Wasserplatz an der Parthe geplant.

So soll die Struktur des neuen Stadtviertels am Hauptbahnhof aussehen. Für viele Bausteine – wie das 13-stöckige Bürohochhaus, ein fünfzügiges Gymnasium und ein Hotel – finden noch eigene Architekturwettbewerbe zur Gestaltung statt Quelle: RKW

Ratsversammlung entscheidet im September

Laut Jung hat die Rathausspitze gestern Grünes Licht für den Entwurf des Bebauungsplans 323 gegeben. Im September könne der Stadtrat den Auslegungsbeschluss fassen und damit die Bürgerbeteiligung starten. Der Investor habe angeboten, auch die Schule und Sporthalle bis 2023 für die Stadt zu errichten, fuhr Jung fort. Ob die Kommune dieses Angebot annimmt oder die Bildungsflächen zum Verkehrwert vom Investor kauft und dann selber baut, wolle das Finanzdezernat bis zum Jahresende entscheiden.

Arbeiten beginnen im Süden des Areals

Investor ist die Leipzig 1 GmbH, die zwei Familienunternehmen aus Bremen gehört. Deren Vertreter Jens Meinrenken lobte die Zusammenarbeit mit dem Baudezernat und kündigte an, dass die Arbeiten im Süden des Areals – also gleich am Hauptbahnhof – beginnen sollen. Zum umweltfreundlichen Mobilitätskonzept gehörten Car- und Bike-Sharing-Stationen. Nicht nur die Grünanlagen, auch die Hälfte der Freiflächen des Gymnasiums sollen öffentlich genutzt werden können.

Neue Straßenbahnhaltestelle im Norden

Norbert Hippler vom federführenden Architekturbüro RKW verwies auf die hohe Durchlässigkeit des neuen Stadtviertels zu den Nachbarquartieren. So soll im Süden eine Treppenanlage zur Kurt-Schumacher-Straße entstehen, im Norden an der Berliner Straße eine neue Straßenbahnhaltestelle. Für viele Bausteine wie Schule, Hotel oder ein 13-stöckiges Bürohochhaus fänden noch gesonderte Architekturwettbewerbe statt, sagte er.

Von Jens Rometsch

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