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Lokales Neues vom Leuschner-Platz: Brachfläche soll Veranstaltungsareal werden
Leipzig Lokales Neues vom Leuschner-Platz: Brachfläche soll Veranstaltungsareal werden
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21:54 12.02.2015
Leer und ungenutzt liegt er da, der Leipziger Wilhelm-Leuschner-Platz. Quelle: André Kempner
Leipzig

Bereits in diesem Frühjahr kann es umgesetzt werden. Geplant ist zwar keine richtige Neugestaltung des insgesamt 4,2 Hektar großen Areals. Doch zumindest wird etwa die Hälfte der Fläche wieder nutzbar gemacht.

Dabei handelt es sich um den westlichen Teil: also das Gebiet zwischen dem Peterssteinweg und der alten Markthallenstraße. Zu diesem Bereich gehört auch das frühere Königsplatz-Oval (vor der Stadtbibliothek), wo einst regelmäßig Wochenmärkte und Pferderennen stattfanden. Bis 1907 war dort sogar die Leipziger Kleinmesse ansässig.

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Mit 200.000 Euro aus der Rathaus-Kasse sollen nun alle Gefahrenstellen im Boden beseitigt werden. Auch neue Fahrradbügel und Verbesserungen an den nur noch punktuell erhaltenen Grünanlagen sind vorgesehen. Wie berichtet, hatte das Baudezernat ursprünglich 500.000 Euro veranschlagt, um den Leuschnerplatz für Veranstaltungen und andere Zwischennutzungen fit zu machen. Jetzt wurde dort ein neues Modell erdacht, bei dem ein privater Investor die nötigen Strom- und sonstigen Medienanschlüsse bezahlt (etwa 200.000 Euro). Diese wären künftig trotzdem von allen Veranstaltern nutzbar.

Dem Vernehmen nach hat sich das Marktamt weitgehend mit dem Krystallpalast Varieté auf eine solche Lösung verständigt. Das Varieté könnte sein historisches Spiegelzelt im Winter – für die beliebte Weihnachtsdinnershow oder anderes – im Umfeld von Stadtbibliothek und City-Tunnel-Station aufstellen. Geschäftsführer Rüdiger Pusch wollte zwar nichts zum Stand der Gespräche sagen. Jedoch: „Prinzipiell ist es richtig, dass wir uns nach einer dauerhaften Alternative zum Burgplatz umsehen müssen. Dort könnte ja bald gebaut werden. Neues Leben auf dem Leuschnerplatz fände ich sehr gut.“

Entlastung zum Katholikentag 2016

Die Verwaltung will ihr Konzept erst in den nächsten Tagen veröffentlichen. Sie reagiert damit auf mehre Anträge von Stadtratsfraktionen – so hatten Grüne und Linke Zwischennutzungen für jenen Bereich gefordert, der noch bis vor Jahresfrist als Standort für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal vorgesehen war. Vor allem die guten Erfahrungen mit dem Projekt „Herbstsalon“ – einem Pavillon, in dem 2014 zu Foren und Filmen über die DDR-Zeit eingeladen wurde – sprächen für eine Neubelebung des Areals, heißt es im Rathaus. Mit Hilfe auch des Kulturamtes könne es verschiedensten Interessenten jeweils für einige Zeit zur Verfügung gestellt werden. Grünen-Stadtrat Tim Elschner ist über die Neuigkeit erfreut: „Wir hatten uns den Leuschnerplatz als Markt der Möglichkeiten, für kulturelle und Sportveranstaltungen gewünscht. So kann zum Beispiel auch zum Katholikentag 2016 die Innenstadt entlastet werden.“

Ob und wie das 1943 niedergebombte Gebiet dauerhaft bebaut werden kann, ist gegenwärtig völlig offen. Die Stadtratsparteien haben noch einige Wochen Zeit, zu einem umstrittenen Bebauungsplan-Entwurf der Verwaltung prinzipiell Stellung zu beziehen. Falls sie ihn mehrheitlich ablehnen, wäre das Projekt des Wiederauferstehens einer Markthalle im Ostteil des Platzes wohl vorläufig gescheitert.

Jens Rometsch

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