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Lokales Nicht Christo sondern die LWB: Ring-Café in Leipzig für Fassaden-Sanierung eingehüllt
Leipzig Lokales Nicht Christo sondern die LWB: Ring-Café in Leipzig für Fassaden-Sanierung eingehüllt
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15:16 01.08.2013
Nicht Christo sondern die LWB sind hier am Werk: Die Fassade der Leipziger Ringbebauung wird bis 2017 aufwändig saniert. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Für die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) als Eigentümer ist das ein Mammutprojekt – die Fertigstellung ist erst für 2017 geplant.

„Ende September sollen die Häuser 11, 12 und 13 – es handelt sich um einen Teil des Ensembles zwischen Goldschmidtstraße und Grünewaldstraße – fertig sein“, erklärt LWB-Sprecherin Samira Sachse gegenüber LVZ-Online. Im Mai hatten Fachleute hier mit der Reinigung der Fassade begonnen. „Dies erfolgt mittels Heißdampf und je nach Bedarf mit einem Niederdruckwirbelstrahlverfahren“, berichtet Sachse. Nach der Reinigung würden die Verzierungen und Natursteinelemente am Gebäude restauriert.

Leipzig. Ein riesiges Gerüst verdeckt derzeit einen Teil der Ringbebauung am Leipziger Roßplatz. Hinter der weißen Abdeckplane steckt nicht etwa ein Verhüllungskünstler à la Christo: Die 5000 Quadratmeter große Kalkstein-Fassade des Ensembles, zu dem auch das Ring-Café gehört, wird aufwändig saniert. Die Fertigstellung ist erst für 2017 geplant.

Gebäude zuletzt 1997 grundhaft saniert

Insgesamt 500.000 Euro investiert die LWB in die Sanierung. In den verbleibenden vier Bauabschnitten arbeiten sich die Restaurierer vom Roßplatz Richtung Augustusplatz vor. Die Außenhülle des historischen Prachtbaus links der Goldschmidtstraße, neben dem Europahaus, war bereits im vorigen Jahr instandgesetzt worden. Nötig sei die Fassadenkur aufgrund alters- und witterungsbedingter Schäden, erklärt die LWB-Sprecherin. An der Gebäudehülle waren bereits Risse entstanden. Die knapp 200 Wohnungen des städtischen Unternehmens bleiben bei der Sanierung unangetastet. Erst 1997 war das gesamte Gebäude innen und außen grundhaft saniert worden.

Die geschwungene, sieben- bis neungeschossige Ringbebauung war Anfang der 1950er-Jahre vom Architekten Rudolf Rohrer entworfen und 1955 eröffnet worden. Das fast 300 Meter lange Ensemble im stalinistischen Stil gilt als aufwändigstes Wohnungsbauprojekt der gesamten Nachkriegszeit in Leipzig. Zu DDR-Zeiten empfing das dort beheimatete Ring-Café zahlreiche prominente Gäste – darunter Hans-Dietrich Genscher oder Che Guevara bei seinem Leipzig-Besuch 1960. Nach dem Aus im Jahr 1992 wurde das berühmte Caféhaus 2006 wiedereröffnet. Die Brunnenalga davor hatte die Stadt erst 2013 aus dem Dornröschenschlaf erweckt. Sie wurde für 750.000 Euro saniert und sprudelt seit April wieder.

Fotos vom Bau der neuen Brunnenanlage vor dem Ring-Café:

Robert Nößler

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