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Lokales "Nie Last, sondern wirklich Freude"
Leipzig Lokales "Nie Last, sondern wirklich Freude"
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14:11 19.05.2015
Wolfgang Schwackenberg (Mitte) mit Goldener Robe. Daniel Fingerle, Chef des Anwaltvereins, und Jochen Rozek (rechts), Dekan der Juristenfakultät gratulieren. Quelle: André Kempner

Danke für seine unermüdliche Hilfe in den 1990er-Jahren beim Aufbau der Anwaltschaft in Ostdeutschland überhaupt und insbesondere in Leipzig. Danke - natürlich - "dem Kämpfer" für die Unterstützung bei der Wiedergründung des hiesigen Anwaltvereins, wie dessen Vorsitzender Daniel Fingerle betonte. Und deshalb auch Danke für die vielen Stunden, die Schwackenberg im Pkw zwischen seiner Heimatstadt Oldenburg und Leipzig verbracht hat, "damals ab Magdeburg auf Straßen, die möchte ich lieber gar nicht näher beschreiben", erinnerte sich der 66-Jährige, der gestern in Familie aus Niedersachsen zu der gemeinsam von Uni-Juristenfakultät und LAV ausgerichteten Festveranstaltung angereist war. Seine Ehefrau, eine Lehrerin, musste seinerzeit öfter auf ihn verzichten (wenn sie nicht mit auf Reisen ging), weil er "in stürmischen Zeiten" zweimal im Monat nach Leipzig oder aber auch nach Cottbus fuhr. Als damaliger Vizepräsident des Deutschen Anwaltvereins (DAV) fielen die beiden Städte in seine Zuständigkeit. "Ich empfand es nie als Last, sondern wirklich als Freude. Die Kollegen wollten etwas lernen. Es war Aufbruchstimmung", so der Jurist, Experte für Familien- und Erbrecht in Deutschland.

Im Oktober 1989 kam Wolfgang Schwackenberg erstmals nach Leipzig, erlebte auch eine Montagsdemonstration mit. "Damals gab es in der Stadt ein Treffen zwischen dem DAV-Vorstand und einer Delegation der DDR-Anwaltschaft unter Leitung von Gregor Gysi. Die Offiziellen wollten uns von der Demonstration fernhalten, wir sollten ins Skat-Museum nach Altenburg fahren. Das war grotesk."

Seit nunmehr 25 Jahren kommt der Jurist regelmäßig in die Messestadt sowie die Region, um weiterhin Kollegen fortzubilden. Dabei sind Freundschaften entstanden. "Er hat enorm viel Zeit und Kraft aufgewendet", meinte Anwalt Svend-Gunnar Kirmes, der als Gründungsmitglied des Leipziger Anwaltvereins Schwackenberg seit 1989 kennt. "Und: Er ist sehr zielstrebig, innovativ und aktiv." Der 66-Jährige habe ganz wesentlich am Rechtsanwaltsgesetz zur Schaffung einer freien einheitlichen Advokatur mitgeschrieben, so Kirmes (CDU), Alterspräsident des Sächsischen Landtages. Die von Hartmut Klopsch geschaffene Skulptur wurde nun zum dritten Mal vergeben.

Bereits heute ist Schwackenberg wieder in Sachen Fortbildung unterwegs - diesmal in Erfurt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.11.2014
Sabine Kreuz

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