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Lokales Nordkoreas Nationalteam bereitet sich in Leipzig auf WM vor – Test gegen Lok in Planung
Leipzig Lokales Nordkoreas Nationalteam bereitet sich in Leipzig auf WM vor – Test gegen Lok in Planung
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22:10 04.04.2011
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Leipzig

„Vielleicht stellen wir auch ein Testspiel gegen die Frauen des 1. FC Lok auf die Beine, die gerade in die 1. Bundesliga aufgestiegen sind“, sagte der Unionspolitiker. Nordkorea trifft bei den Titelkämpfen in der Vorrunde auf die USA. Gespielt wird in Dresden.

Feist war mit vier weiteren Parlamentariern Mitglied einer Reisegruppe des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), die seit vergangenem Donnerstag in Pjöngjang weilte.  Anlass der Reise war die letzte Station der „Welcome“-Tour von Steffi Jones: Die WM-Organisationschefin besucht - bis auf das von Tsunami, Erdbeben- und Atomkatastrophe betroffene  Japan - alle Länder der Endrunden-Teilnehmer. Am Montag kehrte die Delegation nach Deutschland zurück.

„Auf der Fifa-Abschlussveranstaltung wurde dann verkündet, dass das nordkoreanische Team nach Leipzig kommt“, so Feist. Zuvor hatte der DFB bereits ein „Memorandum of understanding“ zwischen den beiden Verbänden vereinbart. Es umfasst eine Zusammenarbeit bei Schiedsrichtern, Trainerausbildung und Nachwuchsteams. Für Feist ist das Abkommen eine gute Chance für Leipzig, sich als internationale Sportstadt weiter zu profilieren. „Ich möchte gern den nordkoreanischen Botschafter zu uns einladen und ihm die sportwissenschaftliche Fakultät zeigen“, so der Christdemokrat. Hier sieht er für die asiatischen Übungsleiter gute Chancen zur Weiterbildung.

Feist hofft auch im Kulturbereich auf eine enge Zusammenarbeit zwischen dem isolierten Staat und Leipzig. So möchte er eine Ausstellung alter koreanischer Kunst ins Bildermuseum holen. „Man darf die Geschichte des Landes schließlich nicht auf die letzten 60 Jahre verkürzen“, meinte der CDU-Abgeordnete.

Abseits der offiziell vom Protokoll vorgegebenen Route hatte der Leipziger keine Möglichkeit zum Kontakt mit Einheimischen. „Als Ausländer kann man sich dort nicht frei bewegen“, so Feist.  Der Besuch in Pjöngjang war für ihn ein Deja-vu-Erlebnis. „Ich habe mich gefühlt wie in Rumänien in den 1980er Jahren“, berichtete der Sachse. Viele Betonbauten und breite Straßen prägen das Stadtbild der Hauptstadt. Er hat aber Pjöngjang auch als saubere und sehr grüne Stadt erlebt. Besonders auffällig waren für den Bundespolitiker die wenigen Menschen auf den Straßen. Bei den vielen Plakatwänden mit Losungen habe er wiederum an die DDR gedacht.

Feist hofft mit seinem  Besuch einigen Familien in Ostdeutschland zu helfen. „Bis Mitte der 1950er Jahre haben auch Nordkoreaner in der DDR gelebt“, berichtete er. Auf Anordnung ihrer Regierung hätten sie den deutschen Osten aber verlassen müssen. Hintergrund waren die verhärteten politischen Beziehungen zwischen der Sowjetunion und China. Viele Nordkoreaner waren zu diesem Zeitpunkt bereits in der DDR fest integriert. Einige seien verheiratet gewesen und hatten auch Kinder. Von ihnen fehle bis heute oft jede Spur. Feist und seine Kollegen aus dem Bundestag hätten deshalb an die Regierung in Pjöngjang eine Liste mit 15 Namen übergeben. „Sie haben uns die Prüfung zugesichert“, versicherte er.

Matthias Roth

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