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Nostalgie aus der Leipziger Südvorstadt

Nostalgie aus der Leipziger Südvorstadt

Sie ist eine der beliebtesten und am dichtesten bebauten Gegenden Leipzigs: die Südvorstadt. Von ihr gibt es jetzt "Schöne Grüße". Pro Leipzig hat in seiner Reihe ein weiteres Buch vorgelegt, das einen Stadtteil auf alten Ansichtskarten vorstellt.

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Ein Leipziger Ortsteil auf alten Ansichtskarten.

Quelle: Pro Leipzig

Roß- sowie Leuschnerplatz gelten als das Tor zum Leipziger Süden. Wie der damalige Königsplatz mit ehemaligem Grassi-Museum, Markthalle und Kaufhaus Ury einst aussah, wird bei der Diskussion um die Neugestaltung des Areals oft "herausgekramt". Bekannte und weniger bekannte Aufnahmen sind auch in der neuen Publikation von Pro Leipzig zu sehen, die die alte Petersvorstadt - aus der sich die Südvorstadt entwickelt - vorstellt. Wie die Vorgänger der beliebten Reihe, die schon Connewitz, Möckern/Wahren, Kleinzschocher oder Großzschocher-Windorf zeigte, wird dabei auf alte Postkarten gesetzt. Wer sie sich anschaut, trifft natürlich auf reichlich Nostalgie. Denn ein Großteil der Postkarten zeigt eine heile Welt, die es durch den Zweiten Weltkrieg, später aber auch den Verfall vieler Häuser in der DDR, so längst nicht mehr gibt. Nahezu 40 Prozent der Bausubstanz wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Die Zeitreise stellt Bürgerhäuser, Kirchen und Schulen, die damals im Leipziger Süden in repräsentativer Architektur entstanden sind, ebenso vor wie Schmuckplätze und Flaniermeilen. Sammler haben nahezu 600 Postkarten aus den 1890er- bis 1980er-Jahren zusammengetragen. Oswald Müller hat die 330 interessantesten davon ausgewählt. Thomas Nabert beschreibt, wie sich das Aussehen der Südvorstadt veränderte und blickt dabei auch auf die Historie der Postkarten zurück.

Vorgestellt werden ebenfalls Straßenzüge jenseits der heutigen "Karli". Etwa die damals mit kleineren Häusern und Vorwerken bebaute Windmühlenstraße, die sich mit Entstehen des Bayerischen Bahnhofes rasch zu einer lebendigen Geschäftsstraße entwickelte. Dort gab es auffallend viele Restaurants und Vergnügungsstätten, deren Namen heute kaum noch jemand kennt. Wer vom Reichsgericht die Harkortstraße bis zum Floßplatz und darüber hinaus schlendert, findet viele Stätten, für die die letzte sächsische Königin Carola Namenspatronin war. Da gab es das Carola-Theater und auch ein Carola-Bad mit einem wettkampftauglichen Becken in der Dufourstraße. Erinnert wird in der Publikation aber auch an die Peterskirche und ihr Umfeld, die Prachtmeile Kaiser-Wilhelm-Straße (heute August-Bebel-Straße) mit begrüntem Mittelstreifen oder das 1978/79 abgerissene Germania-Bad.

Interessant ist auch eine Foto-Serie, die viele wohl kaum als Gruß an ihre Lieben verschickt haben: So wird der Alltag im Vieh- und Schlachthof Leipzig an der Altenburger Straße gezeigt - auch das Töten mit einem Bolzenschussgerät. Das von Pro Leipzig herausgegebene Buch kostet 18 Euro und ist im Buchhandel sowie bei Pro Leipzig, Waldstraße 19, erhältlich.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.06.2013

Orbeck, Mathias

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