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Lokales Nutzt die Stadt Leipzig Legida-Tage zum Blitzen?
Leipzig Lokales Nutzt die Stadt Leipzig Legida-Tage zum Blitzen?
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00:30 21.11.2015
Geblitzt wird – ob Demo oder nicht, sagt die Stadt.  Quelle: André Kempner
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Leipzig

 Nutzt die Stadt Leipzig Legida-Tage zum Blitzen? Diese Vermutung äußert Andrea Nitzschke aus Markkleeberg nach einem einprägsamen Erlebnis. Die Stadt zeigt sich verwundert – und weist den Vorwurf gezielter Blitz-Aktionen an Demo-Tagen ganz klar zurück.

„Jeden Montag muss ich nach der Spätschicht die Innenstadt großflächig umfahren um nach Hause zu kommen“, berichtet Nitzschke. „Nach erfolgreicher Bewältigung aller Blockaden – Straßenbahn, Busse, Polizei – kann es schon mal vorkommen, dass der Puls etwas erhöht ist und man etwas schneller unterwegs ist als erlaubt.“ Die Autofahrerin wurde geblitzt – und vermutet dahinter System. „Sehr clever von der Stadt Leipzig, nachts auf den Umgehungsstraßen Blitzer aufzustellen. Da wo sich sonst nur Fuchs und Hase gute Nacht sagen, muss die Ordnung eingehalten werden.“ Sie habe ihre Ordnungsstrafe bezahlt, sagt Nitzschke. Als grenzenlose Optimistin hoffe sie, dass ihr Geld sinnvoll verwendet wird.

David Quosdorf von der Pressestelle der Stadt Leipzig findet die Einstellung der Bürgerin bedenklich: „Auch erschwerte Verkehrsbedingungen sollten kein Argument sein, sich und andere in Gefahr zu bringen. Die Einsatzplanung für die Radarwagen wird seitens des Ordnungsamtes deshalb nicht mit dem Veranstaltungskalender in der Stadt Leipzig abgeglichen. Sie wird also weder bewusst auf den vermeintlichen Ausweichwegen verstärkt, noch hält das Ordnungsamt es für geboten, auf Überwachungsmaßnahmen mit Rücksicht auf erboste Kraftfahrer zu verzichten.“ Generell gelte: „Das Fahren mit überhöhter oder nichtangepasster Geschwindigkeit ist nach wie vor eine der häufigsten Unfallursachen“, so Quosdorf. Deshalb sei die kommunale Verkehrsüberwachung mit Radarwagen im Stadtgebiet unterwegs, um die Einhaltung der höchstzulässigen Geschwindigkeit zu kontrollieren. „Dabei muss jeder Verkehrsteilnehmer an jedem Ort mit Verkehrskontrollen rechnen.“

Von Björn Meine

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