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Lokales Nutzung von Motorbooten auf Leipziger Gewässern bleibt weiter eingeschränkt
Leipzig Lokales Nutzung von Motorbooten auf Leipziger Gewässern bleibt weiter eingeschränkt
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18:25 14.06.2011
Vorerst werden Freizeitpaddler auf Leipzigs Gewässern noch nicht von Motorbooten umgeben sein. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Grund ist, dass die Behörde die Erklärung der allgemeinen Schiffbarkeit verschiebt, bis auch die Stadtgewässer im Leipziger Westen einbezogen werden können.

Durch die Schiffbarkeitskeitserklärung würde die Benutzung von bestimmten Motorbootstypen auf Leipziger Gewässern pauschal erlaubt und die Verkehrsregeln auf den Flüssen festgelegt. Bislang dürfen nur Ruderboote und Kanus unbeschränkt auf den Flüssen der Messestadt fahren. Ein Gutachten, das die Grundlage für die Motorboot-Genehmigung bildet, liegt nur für den Bereich zwischen dem neuen Stadthafen am Westplatz und der Schleuse Connewitz vor. Die Behörde verzögert das Verfahren nun, weil die ersten Ergebnisse des Monitorings „Bootsverkehr“vorliegen.

Das Monitoring soll feststellen, welche Auswirkungen die intensive Nutzung der Leipziger Gewässer auf die Pflanzen- und Tierwelt hat. An mehreren Punkten in der Stadt wurde dazu die Zahl der Bootsbewegungen an einem Schönwetter-Wochenende gezählt. Es habe sich gezeigt, dass vor allem die Stadtelster und der Karl-Heine-Kanal intensiv genutzt würden, erklärte Jörg Putkunz von der Firma bgmr Landschaftsarchitekten, die das Monitoring durchführt. „An der Einmündung des Kanals auf die Elster haben wir an einem Tag über 500 Bootsbewegungen gezählt“, so Putkunz. Der Großteil davon seien muskelbetriebene Boote, sprich Kanus oder Ruderboote, gewesen.

Gutachten für Leipziger Westen erforderlich

Doch genau diese Gewässer im Westen wurden vom bisherigen Gutachten zur Schiffbarkeit nicht berücksichtigt. Eine Teilgenehmigung erscheint der Landesdirektion jedoch nicht sinnvoll. Kamps erklärt: „Wir wollen das Verfahren nun auf die alle Stadtgewässer ausweiten.“ Ziel sei, im kommenden Sommer die allgemeine Schiffbarkeit für das Stadtgebiet zu erklären. Danach sollten Erfahrungen über die Effekte gesammelt werden, bevor ökologisch sensible Bereiche wie die Auwaldgewässer allgemein geöffnet würden, so Kamps weiter.

Baulich geht es auf den Leipziger Flüssen jedoch voran. Der Kurs 1 des Leipziger Gewässerverbundes wird am „Tag Blau“ am 11. Juli offiziell eröffnet. Die Route führt von der Innenstadt in den Cospudener See. Am „Tag Blau" soll an vier Stationen mit Musik und Redebeiträgen gefeiert werden. Das Fest beginnt zunächst um 14 Uhr im Stadthafen am Westplatz, geht danach an den Schleusen Connewitz und Cospudener See weiter und endet schließlich im Hafen Zöbigker. Die Leipziger sollen an allen vier Punkten Kanus ausleihen können, daneben soll es einen Busshuttle zwischen den Orten geben.

Clemens Haug

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