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Lokales OBM Jung dankt Leipzigern für Engagement gegen Rechte
Leipzig Lokales OBM Jung dankt Leipzigern für Engagement gegen Rechte
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16:59 20.03.2017
Auch Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD, Mitte) beteiligte sich am Samstag zusammen mit seiner Parteikollegin Irena Rudolph-Kokot und Jürgen Kasek (Grüne) an den Protesten gegen den rechten Aufmarsch.   Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

 Ein Wochenende voller Demonstrationen liegt hinter den Messestädtern. Bis zu 2000 Menschen haben sich am Samstag dem Aufmarsch der Partei „Die Rechte“ entgegengestellt und „ganz klar und deutlich gezeigt, in Leipzig ist kein Platz für Rassisten und Extremisten und Neonazis“, wie es Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) einen Tag später in einer Audio-Botschaft ausdrückte. Und weiter sagte er: „Danke, dass es friedlich war, dass es besonnen war.“

Rund 150 Rechte sind am 18. März 2017 durch Leipzig gezogen. Begleitet wurden sie von lautstarkem Gegenprotest und einem großen Polizeiaufgebot. Fotos: Dirk Knofe

Die Erleichterung war deutlich zu hören bei Jungs Statement. Hatten viele doch im Vorfeld mit Krawallen wie im Dezember 2015 gerechnet, als der Protest gegen einen rechten Aufmarsch in der Südvorstadt eskalierte. Am Samstag waren laut Polizei zwar in der Arthur-Hofmann-Straße Barrikaden gebaut und in der Brandvorwerkstraße Mülltonen angezündet worden. In der Connewitzer Brandstraße wurden ähnliche Versuche laut Polizei dagegen verhindert, auch mit Hilfe von Passanten und Anwohnern. Jungs Kommentar dazu: „Insbesondere bemerkenswert finde ich, dass es Anwohner gab in Connewitz, die eine Barrikade entfernt haben, das ist großartiges bürgerschaftliches Engagement.“

Polizei: Keine weiteren Vorfälle

Jung war nicht der einzige, der sich nach den weitestgehend friedlich verlaufenden Demonstrationen am Samstag erleichtert zeigt. Auch das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ und Vertreter verschiedener Parteien, die an den Versammlungen teilgenommen hatten, waren mit den Protesten in Sicht- und Hörweite und dem Polizeieinsatz zufrieden. Auch wenn beispielsweise Linken-Stadträtin Juliane Nagel die Entscheidung des Innenministeriums kritisierte , „das ganze Stadtgebiet von Leipzig zum Kontrollbereich zu erklären, wo verdachtsunabhängig Personen kontrolliert und durchsucht werden können.“

Jung dankte am Sonntag explizit auch „der besonnenen Polizei, die wesentlich dazu beigetragen hat, dass dieser Samstag insgesamt trotz einzelner Vorfälle ein friedlicher war.“ Friedlich blieb es auch über den Samstag hinaus. Die Polizei registrierte nach Samstagabend keine weiteren Straftaten im Zusammenhang mit dem Demogeschehen, wie es aus der Pressestelle hieß.

Von luc

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