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Lokales Ökolöwe präsentiert Lärmstudie: Georg-Schumann-Straße in Leipzig-Nord am lautesten
Leipzig Lokales Ökolöwe präsentiert Lärmstudie: Georg-Schumann-Straße in Leipzig-Nord am lautesten
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07:36 09.04.2011
Die Georg-Schumann-Straße ist der lauteste Ort im Leipziger Norden. Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Hier sehen die Befragten den mit Abstand größten Handlungsbedarf, um ihr Wohnviertel ruhiger zu gestalten.

Mit einer schriftlichen Bürgerbefragung hatte der Ökolöwe die Einstellungen zur Lärmbelastung im Leipziger Norden ermittelt. „Die zentralen Ergebnisse geben erste Hinweise auf schützenswerte ruhige Gebiete und besonders verlärmte Bereiche und zeigen wichtige Handlungsschwerpunkte auf", sagt Projektleiter Tino Supplies. Wie es in der Mitteilung des Ökolöwen vom Freitag weiter heißt, fühlten sich 25 Prozent der Befragten stark oder äußerst stark durch Lärm belästigt. Am häufigsten wurde die Geräuschkulisse des Straßenverkehrs als störend empfunden, gefolgt von Fluglärm und der Lautstärke von Straßenbahnen und Güterzügen.

Die Lärmstudie ist Teil des Modellprojektes „Mach's leiser", bei dem Anwohner aus Möckern, Wahren, Gohlis und Eutritzsch an der Lärmaktionsplanung der Stadt mitwirken können. Schützenswerte Ruhezonen und konkrete Lärmprobleme sollen identifiziert und dafür Lösungen gefunden werden. Im Gegensatz zur Lärmaktionsplanung der Stadt, die sich nach Angaben des Ökolöwen vor allem auf rechnerische Schalldaten stützt, spiele bei „Mach's leiser" auch die subjektive Wahrnehmung eine wichtige Rolle. Im Leipziger Norden überlagerten sich Belastungen aus sämtlichen relevanten Lärmquellen. Die in diesem Projektgebiet erarbeiteten Lösungen könnten durchaus exemplarisch für andere Stadtteile sein, schreibt der Ökolöwe über das Ziel des Projektes.

Zur Auftaktveranstaltung am 2. März hatten Anwohner und Experten darüber diskutiert, welche Gebiete im Leipziger Norden besonders von Verkehrslärm betroffen sind und wie dieser künftig reduziert werden könnte. Eine Tempo-30-Zone im Wohngebiet südlich der Georg-Schumann-Straße ist eine mögliche Änderung, die in diesem Zusammenhang zur Sprache gebracht wurde. Die Anwohner wollten nicht, dass der Leipziger Norden länger die Lärm-„Müllkippe" der Stadt sei, heißt es im Bericht zur Auftaktveranstaltung.

In den kommenden Wochen erarbeiten die Anwohner gemeinsam einen Handlungskatalog für ruhigere Wohnviertel. In Ortsteilgruppen und Fachworkshops sollen Probleme besprochen und Lösungen gesucht werden, im Frühsommer werden die Ergebnisse bei einer zweiten öffentlichen Informationsveranstaltung vorgestellt. Dabei sollen auch verantwortliche Handlungsträger, also etwa Vertreter der Stadt, anwesend sein und die vorgeschlagenen Ideen kommentieren. Anschließend begleitet der Ökolöwe deren Umsetzung.

Die Lärmstudie kann auf der Projektseite des Ökolöwen eingesehen werden. Dort können auch eigene Vorschläge für Lärmschutzmaßnahmen zur Diskussion gestellt werden.

Ines Christ

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