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Lokales Offensive gegen Einbrecher: Polizei und Stadt planen stärkere Zusammenarbeit
Leipzig Lokales Offensive gegen Einbrecher: Polizei und Stadt planen stärkere Zusammenarbeit
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15:50 17.07.2015
Leipzigs Polizeipräsident Horst Wawrzynski. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Weitere Schwerpunkte sind die Jugend- und Gewaltkriminalität.

"Der großartige Erfolg scheint nicht eingetreten zu sein", kommentierte der Polizeichef das Ergebnis bisheriger Bemühungen. Allein die Zahl der Wohnungseinbrüche schnellte im vorigen Jahr von 1427 auf 1670 nach oben. Bei Kellereinbrüchen war ein Anstieg von 2690 auf 2915 Delikte zu verzeichnen. Weil parallel dazu die Diebstähle aus Autos zurückgingen, halten es die Ermittler für wahrscheinlich, dass viele Täter schlicht umsattelten. Denn es handelt sich laut Polizei vorwiegend um Drogenabhängige, die ihren Stoff finanzieren müssen. "Das Thema Beschaffungskriminalität bewegt uns besonders", sagte Wawrzynski. "Diese Leute brauchen eben jeden Tag Geld."

Polizei und Stadt wollen über das Amtsblatt alle Haushalte sowie zusätzlich mit Rundschreiben alle größeren Vermieter für die Problematik sensibilisieren. "Darauf habe ich mich mit dem Oberbürgermeister am Mittwoch geeinigt", sagte Wawrzynski. Geplant sei ferner eine Info-Veranstaltung mit Ortsvorstehern, Bürgervereinen und Vermietern bis Mitte des Jahres.

Gestärkt werden soll auch der Kriminalpräventive Rat. Dessen Hinweise müssen künftig "eine gewisse Nachhaltigkeit" haben, so der Polizeichef. Und zwar keineswegs nur wegen der vielen Eigentumsdelikte. Es gibt nach Ansicht der Polizeiführung eine ganze Reihe weiterer Schwerpunkte. So befindet sich die Zahl der Gewaltkriminalität weiter auf sehr hohem Niveau, stieg 2009 sogar weiter an auf nunmehr 1688. Andere Deliktbereiche entwickelten sich vor allem aufgrund äußerer Faktoren rückläufig. So führte Wawrzynski die reduzierte Straßenkriminalität unter anderem auf die gesunkene Arbeitslosigkeit zurück. Der nachlassende Preis bei Buntmetall habe wiederum Auswirkungen auf die Diebstahlsstatistik gehabt.

Die seit November tätige Kripo-Chefin Sonja Krüßel nannte vor allem die Jugendkriminalität als ein brennendes Problem. Der aktuellen Statistik zufolge wurden in mehr als elf Prozent aller Straftaten Kinder und Jugendliche als Täter ermittelt. Vorwiegend handelte es sich um Diebstähle, Sachbeschädigungen und Körperverletzungen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 18 233 Tatverdächtige ermittelt.

Bemerkenswert: Die Zahl der bekannt gewordenen Fälle von Vergewaltigung stieg innerhalb eines Jahres von neun auf 19. "Das Anzeigeaufkommen hat sich deutlich erhöht, die Frauen melden das häufiger", erklärte der Polizeichef. "Vor allem im Bereich häusliche Gewalt und Stalking haben wir eine Zunahme zu verzeichnen."

Frank Döring

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