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Lokales Ohrenchirurgen aus aller Welt üben in Leipzig
Leipzig Lokales Ohrenchirurgen aus aller Welt üben in Leipzig
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15:40 19.05.2015
Präparationsübungen am Modell. Quelle: Privat

Mit Teilnehmern aus Saudi-Arabien, Kuwait, Sri Lanka, Russland, Äthiopien und Deutschland waren HNO-Chirurgen am IRDC und den Partnerkliniken zu Gast.

Operiert wurde im chirurgischen Cockpit an der Aqua Klinik in der Käthe-Kollwitz-Straße bei Professor Gero Strauss und bei HNO-Uniklinikchef Professor Andreas Dietz (zugleich Chef der IRDC-Academy). Diverse Simulator-Übungen fanden am IRDC und dem Uni-Institut für Anatomie statt. "Inzwischen kommen wir unserem Ziel eines neuartigen Kurskonzepts immer näher. Die Vorträge orientieren sich an unseren Operationshandbüchern und umfassen zudem aber auch viele Aspekte der Medizintechnik. Das führt trotz eines gewissen Überangebots an Kursen zu steigendem Interesse, vor allem aus dem Ausland", so Strauss, der Direktor des Leipziger IRDC.

Im komplizierten Labyrinth des Felsenbeins seien viele Strukturen zu beachten, so der Spezialist: Hier verlaufen der Gesichtsnerv, der Hörnerv, die große Hirnschlagader in unmittelbarer Nähe zum Innenohr und den winzigen Gehörknöchelchen. In den vergangenen fünf Jahren hätten bei diesbezüglichen Eingriffen moderne Assistenzsysteme Einzug gehalten, hieß es. Damit könnten die verbleibende Distanz zwischen dem Werkzeug des Operateurs und der Risikostruktur bestimmt werden beziehungsweise der Gesichtsnerv mit einem "Schutzschild" umgeben werden. Die Folge seien bessere Operationsergebnisse und kürzere Heilungszeiten bei Erkrankungen wie der chronischen Mittelohrentzündung. Diesbezügliche Technologietreiber seien vor allem große Unternehmen aus Deutschland wie Karl Storz Endoskope oder Inomed für die Nervenstimulation, hieß es aus der Aqua Klinik. Wobei aber auch in Leipzig inzwischen junge Unternehmen wie SPI, Phacon oder MGO allmählich dabei seien, eine wichtige Rolle bei der weltweiten Verbreitung softwaregestützter Operationstechniken einzunehmen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.09.2013

Angelika Raulien

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