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Lokales Oldtimer-Treffen in Leipzig – Veteranen, die begeistern
Leipzig Lokales Oldtimer-Treffen in Leipzig – Veteranen, die begeistern
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19:52 15.06.2017
Viele gereifte Schätze der Automobilbaukunst konnten am Donnerstag vor der Oper bewundert werden.  Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Gut fünf Millionen Euro standen am Donnerstag auf dem Augustusplatz friedlich beisammen – weißer Lamborghini aus Kufstein (Österreich) neben knallgelbem Ferrari aus Zittau oder rotem Austin-Healey aus Saarbrücken. Die ältesten Automobil-Schätzchen sind von 1936 und kosten sechsstellige Summen. Für Autoliebhaber und Ingenieurskunst-Begeisterte gab es viel zu gucken, bis die Fahrzeuge aus Omas und Opas Zeiten am Abend zur Ausfahrt in den Seepark Auenhain aufbrachen.

80 Oldtimer-Besatzungen aus sieben Ländern Europas haben sich in ihre Liebhaberstücke geschwungen, um nach Leipzig zur sechsten European Auto Classic zu rollen. Die ältesten Wagen sind von 1936 und kosten sechsstellige Summen. Am Freitag und Samstag können die Schätze noch einmal bewundert werden.

„Wir wollen den Auswärtigen Leipzig und die Region zeigen“, so Friedrich C. Bayer, selbst Oldtimer-Besitzer und Organisator des Treffens. 80 Besatzungen aus sieben Ländern Europas sind bei der sechsten European Auto Classic in Leipzig dabei. Bis Sonnabend gibt es volles Programm mit Ausfahrten nach Halle, Chemnitz oder Meerane. Auch die Porsche-Teststrecke wird in Beschlag genommen. Abfahrt ist am Freitag und Sonnabend jeweils 8 Uhr am Augustusplatz.

Kultauto aus „Zurück in die Zukunft“: ein DeLorean von 1980. Quelle: Dirk Knofe

Die Hälfte der Teilnehmer sind erstmals beim Oldtimer-Treffen dabei. Darunter Kurt Kiene (57), Prokurist einer Leipziger Biotechnologie-Firma. Er und Sohn Thorben (16) rollten mit einem in Irland gebauten Sportwagen an, einem DeLorean – bekannt als Kultauto aus der Filmreihe „Zurück in die Zukunft“. Der Flügeltürer steht nicht nur in der Garage, sondern wird von Mai bis September gefahren – und sorgt für Aufsehen: „Wenn ich am Supermarkt aussteige, versammelt sich gleich rege das Publikum“, lacht Vater Kiene. Immer wieder wird er gefragt, ob das Auto lackiert ist – nein, ist es nicht. Es besteht aus gebürstetem Edelstahl und wird regelmäßig mit kräftigen Armen abgerieben.

Von der flachen, eckigen Flunder bis zum knuffigen „Rundgelutschten“ ist bei den Fahrzeugveteranen alles dabei. „Nur gucken, nicht anfassen“ steht an vielen Wagen. Allein schon die Farben des Lacks sind ein Blick in die Vergangenheit: Himmelblau und Weiß strahlt ein Nash Metropolitan Coupé von Ende der 1950er-Jahre, senfgelb eine Corvette von 1972. Im dunkelgrünen Austin Morris Minor 1000 mit hellgrünen Lederbezügen steht stilecht der Picknickkorb auf der Rückbank. Einige Besitzer haben sich passend zum Jahrgang ihres Fahrzeuges gekleidet, die Herren mit Anzug, Hut und Fliege, die Damen mit Petticoat-Kleid und Hut.

Am Freitag ab 18.30 Uhr und am Sonnabend ab 16.30 Uhr können die Fahrzeuge auf dem Augustusplatz noch einmal bewundert werden.

Mehr Infos unter http://www.leipzig-classic.eu/

Von Kerstin Decker

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