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Lokales Oper Leipzig droht Zwangspause - Stadt spielt Kürzungsszenarien durch
Leipzig Lokales Oper Leipzig droht Zwangspause - Stadt spielt Kürzungsszenarien durch
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11:26 25.09.2010
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Leipzig

So droht der Oper eine Zwangspause von sechs Monaten im Jahr.

Die Oper Leipzig muss sich auf die Kürzung ihres Etats um mindestens eine Million Euro pro Jahr einstellen. Nach Angaben von Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) bedeutet das konkret, dass das Haus am Augustusplatz nur noch "die Hälfte des Jahres über bespielt" werden kann - derzeit beginnt die Saison Anfang September und sie endet Mitte Juli - und überdies vier Premieren streichen muss. In der laufenden Saison sind es zwölf szenische Neu-Produktionen in Oper, Musikalischer Komödie und beim Ballett. Die Oper verfügt über einen Etat von gut 40 Millionen Euro, doch nur etwa drei Millionen Euro sind verfügbar, der Rest ist gebunden, beispielsweise durch Personalkosten.

Im Gewandhaus kommen die Großen Concerte einigermaßen ungeschoren davon, wenngleich auch hier mit Abstrichen bei den Solisten und Gastdirigenten zu rechnen ist. Beinahe alles andere aber steht zur Disposition: die Mendelssohn-Festtage, die Open-Air-Konzerte auf dem Augustusplatz und im Rosental, große Teile der musikpädagogischen Projekte, Klavier-Zyklen, Musica Nova. Fürs Schauspiel bedeutet das Streich-Szenario das Aus von jeweils mindestens drei bereits geplanten Inszenierungen in Centraltheater und Skala. Zudem müssten "Spielstätten teilweise geschlossen werden".

Die Abwicklung eines Hauses dagegen kommt für Jung derzeit nicht in Frage: "Ich werde nicht der Oberbürgermeister sein, der ein Theater abwickelt", sagte er im LVZ-Interview und ergänzte: "Unsere Kultur macht Leipzig erst zu Leipzig."

Hintergrund der drastischen Sparpläne ist die Novellierung des Sächsischen Kulturraum-Gesetzes, das der Landtag im Dezember beschließen will. Die Kürzungen würden dann bereits ab Januar greifen. Dazu Jung: "Es geht nicht - es ist ein perfides Spiel, was da in Dresden gespielt wird."

Lesen Sie ein Interview mit Oberbürgermeister Burkhard Jung zu den Kürzungsplänen im Kulturteil der Leipziger Volkszeitung vom Sonnabend.

Peter Korfmacher

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