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Lokales Operationsplanung am virtuellen Patienten
Leipzig Lokales Operationsplanung am virtuellen Patienten
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23:01 17.02.2010
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Per Großbildschirm werden Aufnahmen eingeblendet, die mittels tomografischer Verfahren gewonnen wurden und das Zielgebiet des vorgesehenen Eingriffs zeigen - etwa einen Hirntumor, den es zu entfernen gilt. Chirurg Gero Strauß und Medizintechniker Stefan Bohn bedienen den in der Fachsprache als Surgical Planning Unit bezeichneten Hightech-Komplex, navigieren in einem dreidimensional dargestellten Schädel, stellen verschiedene Perspektiven ein, bei denen das Tumor-Areal deutlich hervortritt. Unter ihrer Ägide wurde die international einmalige Anlage installiert: "Mit ihr lassen sich auch verschiedene Operationsvarianten durchspielen. Der optimale Zugangsweg zur Geschwulst kann so gefunden werden", erklärt Strauß. Sachsens Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) ist sichtlich beeindruckt von der Vorführung, attestiert dem Iccas "exzellente Arbeit". Der Erfolg des Zentrums, das von Bund und Land gefördert wird, beruhe maßgeblich "auf der vorbildlichen Zusammenarbeit zwischen Medizinern, Informatikern und Technikern".  In den kommenden fünf Jahren stellt das Bundesforschungsministerium für das Iccas, das 2005 gegründet worden war und mittlerweile 40 Mitarbeiter zählt, weitere acht Millionen Euro bereit. Sachsen will rund 1,5 Millionen Euro beisteuern. Zwei Teams aus Nachwuchswissenschaftlern werden sich künftig unter anderem mit der Entwicklung von einer Art Cockpit befassen, in dem für den Chirurgen eine Reihe von Daten, die für die jeweilige Operation wichtig sind, permanent abrufbar sind. Für Iccas-Sprecher Professor Jürgen Meixensberger, der auch der Uni-Klinik für Neurochirurgie vorsteht, ist nun die infrastrukturelle Basis gelegt, um die Forschungsergebnisse der Vorjahre für die Praxis anwendbar zu machen. "Es geht um ein neuartiges Konzept für einen Chirurgie-Arbeitsplatz mit intelligenten Assistenzsystemen." Sein Kollege Professor Andreas Dietz, Direktor der universitären HNO-Klinik, sieht vor allem auf den Feldern der Datenanalyse und der Therapieentscheidung ein großes Potenzial der so genannten chirurgischen Automation. Zu erwarten sei "mit Sicherheit nicht, dass Roboter eine Operation im Alleingang ausführen werden".

Mario Beck

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