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Lokales Ordnungsamt genehmigt Kundgebungen in Leipzig-Gohlis – LVB bereiten Umleitungen vor
Leipzig Lokales Ordnungsamt genehmigt Kundgebungen in Leipzig-Gohlis – LVB bereiten Umleitungen vor
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23:47 01.11.2013
Bereits am 17. August hatte die rechtsextreme NPD vor der Moschee in der Leipziger Roscherstraße demonstriert. Etwa 150 Demonstranten stellten sich ihr in den Weg. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Wie die Behörde gegenüber LVZ-Online mitteilte, will die rechtsextreme Partei ihre Veranstaltung von 11 Uhr bis 18 Uhr abhalten.

Wegen der Kundgebung, zu der etwa 100 Teilnehmer erwartet werden, bleiben die Gohlis-Arkaden am Samstag geschlossen.

Auch die drei angemeldeten Gegenveranstaltungen bekamen vom Ordnungsamt grünes Licht. So will die evangelische Michaelisgemeinde zwischen 11 Uhr und 14 Uhr zwei Mahnwachen vor der Friedenskirche am Kirchplatz und der Miacheliskirche am Nordplatz abhalten.

Der Bürgerverein Gohlis wiederum hat ebenfalls vor der Friedenskirche eine Kundgebung von 10 Uhr bis 10.30 Uhr angemeldet. Dort sollen Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), Martin Henker (Superintendent des evangelisch-lutherischen Kirchbezirks Leipzig), Martin Meißner (der die Online Petition „Leipzig sagt ja“ startete) und Gehard Klenk vom Bürgerverein Gohlis zu den Teilnehmern sprechen.

Bislang seien alle Veranstaltungen nur an den festen Orten angemeldet worden, so Helmut Loris, Leiter des Ordnungsamts. Demonstrationsrouten dagegen wurden der Behörde bisher nicht mitgeteilt. Sollten die Gegendemonstranten dennoch versuchen, ihre Meinung im Bereich der NPD-Kundgebung zu äußern, werde Hör- und Sichtweite sichergestellt, sagte Loris gegenüber LVZ-Online.

Das Anti-Nazi-Bündnis „Leipzig nimmt Platz“ ruft NPD-Gegner auf seiner Internetseite dazu auf, zahlreich auf die Kreuzung Georg-Schumann-/ Lützowstraße zu kommen. „Kommt nicht allein, seid laut und entschlossen", so das Bündnis. Bislang gibt es seitens der Polizei keine Schätzungen darüber, wie viele Menschen sich am Protest gegen die Anti-Moschee-Kundgebung beteiligen wollen. Die Ordnungskräfte werden eigenen Angaben zu Folge mit mehreren Hundertschaften im Einsatz sein.

Mit größeren Einschränkungen für den Auto- und Straßenbahnverkehr rechnet das Ordnungsamt bisher nicht. Die von der Polizei benötigten Flächen würden mit Halteverbotsschildern freigehalten. Es könne aber zu kurzfristigen Sperrungen kommen, wenn die Polizei entsprechende Maßnahmen anordnet, so Loris.

Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) bereiten sich derweil auf mögliche Umleitungen ihrer Straßenbahnen und Busse vor. So werde die Linie 12 gegebenenfalls ab Fritz-Seger-Straße über Menckestraße bis zum Viertelsweg fahren. Von dort aus soll dann ein Schienenersatzverkehr die Fahrgäste mit Bussen bis zur Endstelle Gohlis-Nord bringen. Bei Polizeianordnung würden auch die Linien 10 und 11 umgeleitet und ab Wilhelm-Liebknecht-Platz über Michaelisstraße, Gohliser Straße, Menckestraße und Lindenthaler Straße zur Georg-Schumann-Straße fahren.

Wie die LVB zudem mitteilten, kontrollierten Mitarbeiter des Ordnungsamts am Samstagmorgen die häufig von Falschparkern blockierte Straßenbahntrasse in der Menckestraße. Falsch stehende Autos ließen sie gegebenenfalls abschleppen.

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chg

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