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Lokales Organspendeskandal an der Leipziger Uniklinik: Noch kein Ende der Ermittlungen absehbar
Leipzig Lokales Organspendeskandal an der Leipziger Uniklinik: Noch kein Ende der Ermittlungen absehbar
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16:03 20.07.2014
Entnahme einer Spender-Niere: Nach dem Organspendeskandal an der Universität Leipzig ist ein Ende der Ermittlungen immer noch nicht in Sicht. Quelle: dpa
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Leipzig

Die Staatsanwaltschaft Leipzig ermittelt wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung gegen drei Ärzte des Transplantationszentrums der Universität. Das Verfahren war im Juni 2013 eröffnet worden. 

Den Ärzten wird vorgeworfen, Patientendaten manipuliert zu haben, um Patienten schneller zu einer Spenderleber zu verhelfen. Auch an den Universitätskliniken Regensburg und München sowie in Göttingen waren Manipulationsfälle ans Licht gekommen.

Unterdessen ist die Zahl der Organspender im ersten Halbjahr 2014 bundesweit erneut zurückgegangen. Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) gab es in den ersten sechs Monaten in Deutschland 435 Organspender. Im ersten Halbjahr 2013 waren es noch 459. Dagegen legten die Zahlen in der Region Ost mit den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen geringfügig zu. Es wurden 58 Spender verzeichnet, drei mehr als im Vorjahreszeitraum. In Deutschland warten derzeit den Angaben zufolge 11 000 Menschen auf eine Transplantation.   

Eine Ursache für den Rückgang sieht die DSO nach wie vor in der Verunsicherung durch die Manipulationen der Wartelisten an einigen Kliniken. Dies habe zu Irritationen innerhalb der Bevölkerung aber auch in den Kliniken selbst geführt. Die DSO appellierte an die Bürger, sich mit dem Thema Organspende auseinanderzusetzen und möglichst für sich persönlich eine Entscheidung zu treffen. Laut einer aktuellen Umfrage wären die meisten Menschen in Deutschland zu einer Organspende bereit, aber noch nicht einmal jeder Dritte habe einen Organspendeausweis ausgefüllt.

dpa

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