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Lokales Paintball-Anlage neben Asylbewerberheim – Anwohner beklagen Lärm durch Softair-Waffen
Leipzig Lokales Paintball-Anlage neben Asylbewerberheim – Anwohner beklagen Lärm durch Softair-Waffen
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22:53 13.05.2014
Eingang zum Paintball-Park. Vor allem am Wochenende fühlen sich Anwohner offenbar durch die Nutzer gestört. Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

Vor allem halten sie aber eine Gelände, auf dem sich Mannschaften mit Softair-Waffen angreifen, als Nachbarschaft für ein Asylbewerberheim nicht geeignet.

„Wir sehen das grundsätzlich kritisch, wenn Kriegsspiele dort stattfinden“, so Grünen-Abgeordneter Norman Volger gegenüber LVZ-Online. In einer Mitteilung der Fraktion ist von rund 80 zum Teil von Kriegstreiben traumatisierten Flüchtlingen die Rede, die in der Unterkunft Pansastraße leben.

Seit vergangenem Jahr betreibt der PSL Paintball Leipzig Verein den Mega-Park im Karree Pansastraße, Ernst-Keil-Straße, Bienerstraße und Abrahamstraße. „Diese Softair-Waffen knallen ganz schön“, sagt Volger. Da müsse man nicht mal seinen Balkon über dem Gelände haben, um von dem Lärm der eintreffenden Geschosse genervt zu sein. Vor allem am Wochenende fühlen sich Anwohner in dem Gewerbe-Mischgebiet und bis zum Dunkerviertel gestört. „Mehrmals sind Leute auf uns zu gekommen, das greifen wir jetzt auf“, sagt Volger.

Neue Kita entsteht nahe der Paintball-Anlage

Blick auf das Gelände der Paintball-Anlage in Leipzig-Neulindenau. Quelle: Dirk Knofe

Sowohl ein Berufsschulzentrum an der Pansastraße, als auch der Kleingartenverein Fortschritt an der Ernst-Keil-Straße gehören zu den Anrainern des Paintball-Geländes. Das gilt auch für den Verein Lebenshilfe, in dessen Regie dort eine neue Kindertagesstätte entsteht. Lebenshilfe-Geschäftsführerin Martina Kempe ist aber zurückhaltend. „Bisher haben wir von der Paintball-Anlage kaum etwas mitbekommen“, sagt sie gegenüber LVZ-Online. Wie sich das mal entwickelt, könne sie natürlich nicht voraussehen. „Es kann schon sein, dass Eltern die Anlage kritisch sehen“, so Kempe. Ab Januar 2015 sollen in der Kita 175 Kinder betreut werden.

Mit einer Anfrage im Stadtrat will die Fraktion jetzt klären, auf welcher Grundlage der Paintball-Megapark genehmigt wurde.  Unklar ist offenbar auch, wer sich der Beschwerden von Anwohnern annimmt: So seien laut Grünenfraktion Bürger zwischen Ordnungsamt und Polizei mit der Auskunft „Nicht zuständig“ hin- und hergeschickt worden. Vor der Ratssitzung wollte sich die Stadt nicht zu der Angelegenheit äußern. Und auch der Betreiber der Paintballanlage schweigt: Auf eine Anfrage von LVZ-Online meldete er sich bislang nicht zurück.

Evelyn ter Vehn

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