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Lokales Paintball-Anlage neben Asylbewerberheim in Leipzig muss schließen – keine Genehmigung
Leipzig Lokales Paintball-Anlage neben Asylbewerberheim in Leipzig muss schließen – keine Genehmigung
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22:51 23.05.2014
Blick auf das Gelände der Paintball-Anlage in Leipzig-Neulindenau. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Gleichwohl waren dort offenbar schon Paintball-Gruppen unterwegs. Anwohner hatten über Lärmbelästigung durch die Druckluft-Waffen geklagt.

Zwar liegt dem Amt für Bauordnung und Denkmalpflege ein Bauantrag für die Anlage vor. Diese dürfe aber vor Abschluss des Verfahrens nicht genutzt werden, so die Auskunft der Stadt. Auf der Webseite des Megaparks ist allerdings derzeit (Stand Freitag) nicht ersichtlich, dass das Gelände in der Nähe des Lindenauer Hafens gar nicht rechtmäßig bespielt werden darf. Der Verein PSL Paintball Leipzig ist dort als Betreiber eingetragen.

Die Grünen-Fraktion hatte Klagen verschiedener Anwohner über Lärmbelästigung zum Anlass für eine Anfrage im Stadtrat genommen. Die Beschwerden seien der Stadt bekannt, antwortete das Dezernat jetzt. Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens würden auch „lärmschutzrechtliche Aspekte“ geprüft. Erst danach könne über mögliche Auflagen gesprochen werden.

Schutzanspruch von Flüchtlingsheim wird geprüft

Ob die Genehmigung für die Paintball-Anlage kommt, ist noch offen: Diese werde nur erteilt, wenn die zulässigen Lärmwerte nicht überschritten würden, heißt es aus dem Baudezernat. Im Flächennutzungsplan ist das Megapark-Grundstück als gewerbliche Baufläche vorgesehen.

Dass die Anlage„zur Simulation eines Kriegsschauplatzes“ in der Nähe eines Asylbewerberheimes liegt, „in dem häufig auch von eigenen Kriegserlebnissen traumatisierte Flüchtlinge unterkommen“, hatten die Grünen besonders kritisiert. Laut Stadt werden die „Schutzansprüche vorhandener baulicher Anlagen“ im Rahmen des Verfahrens ebenfalls geprüft.

In dem Karree Pansastraße, Ernst-Keil-Straße, Bienerstraße und Abrahamstraße gibt es weitere Anlieger. Eine Berufsschule findet sich in der Nähe genauso wie die Baustelle der neu entstehenden Kindertagesstätte des Lebenshilfe e.V. oder der Kleingartenverein Fortschritt.

Evelyn ter Vehn

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