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Lokales Park-Chaos und „Herausforderung City-Tunnel“: Leipzig vor turbulentem Fußball-Samstag
Leipzig Lokales Park-Chaos und „Herausforderung City-Tunnel“: Leipzig vor turbulentem Fußball-Samstag
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23:02 19.12.2013
Sicherheitsspiel RB Leipzig gegen den Halleschen FC in Liga drei. Quelle: Christian Nitsche
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Leipzig

Die Bahn schob schon den ersten Riegel vor: Die Halle-Fans sollen nicht durch den City-Tunnel fahren.

Mindestens 4000 HFC-Fans werden am Samstag anreisen, viele davon mit der S-Bahn. Damit in der neuen unterirdischen Station des Citytunnels am Hauptbahnhof auf das Getümmel der Weihnachtseinkäufer nicht auch noch eine riesige Gruppe grölender Fußballfans trifft, lässt die Deutsche Bahn eine Extra-Verbindung für die Hallenser fahren. Der Zug startet 11.41 Uhr am Hauptbahnhof in Halle und soll Doppelstockwagen haben. Er wird nicht durch den Citytunnel fahren, sondern oberirdisch um 12.11 Uhr am Hauptbahnhof in Leipzig, Gleis 17,  ankommen. Zurück geht es um 17.42 Uhr am selben Bahnsteig. Die Anhänger werden von der Polizei empfangen und per Shuttelbusse direkt zum Gästeblock geleitet.

Fotos vom Spiel im Juli im Erdgas-Sportpark:

„Wir können den Fans natürlich nicht verbieten, mit anderen S-Bahnen zu fahren“, erklärte Jens Damrau, Sprecher der Bundespolizei. Die Einsatzkräfte stünden nun erstmals vor der neuen Situation, auch die vielen City-Tunnel-Stationen in der Innenstadt absichern zu müssen. „Uns fehlen die Erfahrungswerte, der City-Tunnel ist eine große Herausforderung für uns“, sagte Damrau, der ankündigte, dass zivile Bundespolizisten an den Haltestellen im Zentrum postiert werden.

Parkplätze sind Mangelware

Gibt es nur vier Wochen nach dem Ost-Derby gegen Hansa Rostock erneut einen Ausnahmezustand rund um die Red Bull Arena? Fakt ist: Parkplätze gibt es so gut wie keine. Auf der Kleinmesse am Cottaweg gastiert der Zirkus Aeros. Auch der Arena-Parkplatz ist gesperrt, weil die Eiskünstler parallel Holiday on Ice aufführen. Die RB-Verantwortlichen raten daher, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Tickets gelten vier Stunden vor und nach dem Spiel als Fahrkarten. Für Pkw-Reisende aus Halle steht der Parkplatz Marienweg kostenlos zur Verfügung. Das westliche Waldstraßenviertel wird zur Fantrennung von 10 bis 17 Uhr, außer für Anwohner, für den Verkehr gesperrt, teilte das Ordnungsamt mit. Außerdem könne zweitweise die Straße Am Sportforum gesperrt werden. Der Stadionvorplatz und der Parkplatz der IHK am Goerdelerring sind ab 8 Uhr morgens nicht mehr nutzbar.

Bis zu 2000 Beamte sichern das Ost-Derby ab, zusätzlich sind 500 private Sicherheitskräfte von RB Leipzig im Stadion, erklärte ein Vereinssprecher. Anders als gegen Rostock stehen die Beamten aber keinem geschlossenen Fanpulk mit Marsch vom Richard-Wagner-Platz zum Stadion gegenüber. „Eine Kanalisierung ist nicht möglich, weil die Anreise individuell erfolgt“, sagte Reiner Seidlitz, Referatsleiter „Einsatz“ bei der Leipziger Polizeidirektion. Die Gästeanhänger sollen zumindest an der Landauer Brücke zu den Eingängen C 3 und C 4 geleitet werden. Neben dem zahlenmäßigen Großeinsatz greift die Polizei auch auf Großgeräte wie Wasserwerfer zurück. Zudem ist die Reiterstaffel wieder vor Ort. „Ich wünsche mir, dass die Vernunft siegt und alles ruhig bleibt“, betonte Seidlitz.

Kein weiterer Gästeblock in der Red Bull Arena

Im Vorverkauf sind bereits 16.000 Karten weggegangen, 4000 Tickets davon nach Halle: Der Gästeblock ist voll, ein weiterer Sektor wie im Ost-Derby gegen Rostock bleibt geschlossen. „Gegen Hansa hat uns keiner gedankt, dass wir für die Gäste mehr Plätze in einem separaten Block geöffnet haben. Die Rostock-Fans haben randaliert, das Sicherheitsnetz zerschnitten. Aus diesen Erfahrungen heraus ist die Entscheidung so ausgefallen“, sagte RB-Geschäftsführer Ulrich Wolter.

Tageskassen für die HFC-Fans werden am Samstag nicht geöffnet. Die Fan-Gemeinschaft „Erfurt-Leipzig-Halle“ hat deshalb bereits bei Facebook alle Anhänger aufgefordert, geschlossen Tickets für den Sektor C zu kaufen. Ein User sagt: „Na die werden schon sehen was dann ist, wenn dann der Rest von uns in allen Blöcken verteilt ist.“

Nach dem Hinspiel im Juli kam es außerhalb des Stadions in Halle zu Ausschreitungen. Dabei wurden vier Polizisten verletzt, drei Anhänger des Halleschen FC festgenommen. HFC-Anhänger bewarfen außerdem den Leipziger Mannschaftsbus mit Flaschen. Dabei ging eine Scheibe zu Bruch.

Anne Grimm und Matthias Roth

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