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Lokales Parken am Cospudener See: Stadt Leipzig will Situation am Nordstrand neu ordnen
Leipzig Lokales Parken am Cospudener See: Stadt Leipzig will Situation am Nordstrand neu ordnen
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16:55 16.07.2014
Parkplatz am Nordstrand des Cospudener Sees. Zwischen Strand und Stellfläche liegen etwa 1200 Meter Wegstrecke. Quelle: André Kempner
Leipzig

Das bestehende Konzept sei einfach nicht mehr zeitgemäß, erklärte Unionsabgeordnete Sabine Heymann.

Entstanden ist das Verkehrskonzept im Rahmen der Expo 2000 als Bestandteil des Projekts "Landschaftsnutzung - Landschaftspflege". Vom Kontrast zum Konsens". Der Kraftfahrzeugverkehr sollte möglichst aus dem Erholungsgebiet rausgehalten werden. Die Besucher sollten mit dem Bus-Shuttle bequem und schnell den Strand erreichen. Jetzt liegt der Parkplatz oft verlassen da, macht zum Teil einen verwilderten Eindruck. Dafür gibt es jeden Sommer Aufregung um wildes Parken in Seenähe.

"Die Situation ist einem Eingangsbereich der Stadt Leipzig zum Südraum nicht würdig", sagte Heymann am Mittwoch im Stadtrat. Vor allem Winter kämen kaum Gelegenheitsgäste zum Nordstrand: Eine Einladung zum Vandalismus, findet die Union. Trotzdem wolle man ein neues Konzept nicht einfach auf den Punkt "Parken an der Wasserkante" reduzieren, betonte Heymann.

Der Rat hat deshalb am Mittwoch ein Mehrpunkte-Programm beschlossen: Die Infrastruktur und Parkplatzsituation am Nordstrand soll verbessert werden. Damit das nicht am Bedarf vorbei geht, werden Anlieger, Betreiber und Nutzer einbezogen. Die Linke setzte sich dafür ein, dass auch die Umweltschützer angehört werden.

Jens Herrmann-Kambach von der Linksfraktion wies außerdem darauf hin, dass der Strand nach wie vor mit den Buslinien 65 und 79 im Sommer erreichbar ist. Trotzdem soll auch geprüft werden, ob die Anbindung per ÖPNV verbessert werden kann. Neue Angebote wie Campingplätze oder ein Schwimmlernstrand sollten nach Ansicht der Union die Nutzung des Nordstrands für verschiedene Gruppen interessanter machen.

Unter die Lupe wollen die Planer auch den Ringweg um den See nehmen. Der sei zu einer Fahrradschnellstraße verkommen, so die CDU. Bauliche Schikanen sollen den Verkehr entschleunigen. Auch ein parallel laufender Waldweg für Fußgänger sei attraktiv, regt die CDU an.

Auf eine schnelle Lösung ist nicht zu hoffen: Ein Jahr Zeit haben die Stadträte den Planern für die Überprüfung gegeben - und in der Zeit sind auch die Städte Markkleeberg und Zwenkau einzubinden. "Und Geld zu viel haben wir natürlich auch nicht", so Heymann. Zwar werden Interimslösungen angemahnt, bis eine dauerhafte Umgestaltung möglich ist. Wie die aussehen, bleibt derzeit völlig offen.

Evelyn ter Vehn

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