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Lokales Parken am Nordstrand bleibt 2016 gratis
Leipzig Lokales Parken am Nordstrand bleibt 2016 gratis
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00:30 25.12.2015
Auch im nächsten Jahr noch einmal kostenlos: Parken am Nordstrand.  Quelle: Kempner
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Leipzig

Das Parken am Nordstrand des Cospudener Sees bleibt auch im kommenden Jahr kostenlos. Leipzigs Stadtverwaltung will zwar einen neuen Pächter suchen, der den Parkplatz betreibt. Vorher soll aber ein Verkehrskonzept für das komplette Erholungsgebiet erarbeitet werden – gemeinsam mit der Stadt Markkleeberg. Zu diesem Zweck ist bereits ein Dresdener Büro beauftragt. Ergebnisse sollen aber frühestens im ersten Quartal 2016 vorliegen und dann im Stadtrat diskutiert werden.

„Eine künftige Verpachtung muss so erfolgen, dass diese für den Besucher attraktiv, für den Betreiber auskömmlich und für die Parksituation im Erholungsgebiet regulierend sein kann“, so Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) in einem Papier für den Stadtrat.

Der Parkplatz war schon einmal nacheinander an zwei private Betreiber verpachtet. Weil der Pächter seine Pflichten verletzte, hat die Stadt diesem fristlos gekündigt – es folgte ein zweijähriger Rechtsstreit, der im Juli 2014 schließlich vom Oberlandesgericht Dresden zugunsten der Stadt entschieden wurde. Ein Gerichtsvollzieher hat das Areal schließlich geräumt. Rosenthal spricht neben einem materiellen auch von „einem Imageschaden für das Erholungsgebiet insgesamt“. Viele Autofahrer dürfte dies aber nicht gestört haben, weil sie gratis parken konnten.

Das Umweltdezernat hat zwar in diesem Jahr eine neue Ausschreibung für Parkplatz und Verwaltungsgebäude samt Imbiss vorbereitet – die wurde aber gestoppt, weil im Stadtrat eine politische Diskussion aufkam. Die Initiative ging von der CDU aus, der beispielsweise die Lage des Parkplatzes ein Dorn im Auge ist. Dieser ist 1,2 Kilometer vom See entfernt, für Familien mit Kindern sei der Weg zu weit. Es gibt allerdings direkt an der Hacienda schon 100 genehmigte Parkplätze, die aber nur benutzt werden können, wenn die Poller Richtung Lauerscher Weg offen sind – etwa bei Sonderveranstaltungen oder mit Genehmigung. Ob weitere Autos näher an den See dürfen, wird nun mit dem Verkehrskonzept geprüft – das Ergebnis ist offen.

 Sollte ein geeigneter Bewerber gefunden werden, der die Parkfläche und das Gebäude 2016 bewirtschaftet, soll dies befristet ebenfalls möglich sein. Voraussetzung ist laut Rosenthal aber, dass das Parken in diesem Zeitraum kostenfrei bleibt. Die Stadt will einen weiteren Imageschaden vermeiden, zumal es seit Jahren Beschwerden zur Parksituation durch die Nachbargemeinden gibt.

Eine Gefahrenstelle für Skater und Radfahrer am Cospudener See soll nun endlich entschärft werden: die Kopfsteinpflaster-Kreuzung in Höhe Lauerscher Weg/Kelchsteinlinie, wo es häufig zu Stürzen kommt. An dieser Stelle ist auch die Haltestelle der Busse, die auf den Ringweg einbiegen. Geprüft wird dies seit 2008 – die Grünen haben im Vorjahr aufs Tempo gedrückt. Inzwischen ist die Ausschreibung erfolgt. Bis Ende März soll nun, falls es nicht zu unerwarteten Wintereinbrüchen kommt, das Kopfsteinpflaster durch Asphalt ersetzt werden. Grünen-Stadtrat Michael Schmidt: „Es ist zwar erschreckend, dass uns das Thema solange beschäftigen musste. Ich bin aber froh, dass es nun endlich vorwärts geht.“ Die Strecke sei bei vielen Freizeitsportlern beliebt – zumal der in diesem Jahr wegen Bauarbeiten gesperrte Rundweg endlich auch wieder offen ist.

Von Mathias Orbeck

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