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Lokales Parkplatznot in Schleußig: Rat macht Weg frei für Quartiersgarage – Bürgerverein skeptisch
Leipzig Lokales Parkplatznot in Schleußig: Rat macht Weg frei für Quartiersgarage – Bürgerverein skeptisch
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16:00 27.06.2013
Quelle: André Kempner
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Leipzig

„Das kann aber nur ein Baustein sein, um das Problem zu lösen“, sagte Tobias Hönemann vom Bürgerverein "Initiative Schleußig" gegenüber LVZ-Online.

Eine Quartiersgarage soll in Zukunft auf einem Gelände von 3000 Quadratmetern in der Rochlitzstraße 80-86 entstehen. Auf der Freifläche werden derzeit Stellplätze vermietet. Untersuchungen der vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass es keine eindeutige Lösung für das Parkplatzdefizit gäbe, so die Stadt in dem Dokument für die Ratsversammlung. Straßenquerschnitte, Gehwegbreiten und der Bestand an Straßenbäumen ließen es kaum zu, deutlich mehr Stellplätze im öffentlichen Raum zur Verfügung zu stellen.

Mit der Möglichkeit, eine Garage fürs Viertel zu schaffen, will die Stadt den Druck aus der Parkmisere nehmen. Doch Hönemann gibt zu bedenken, dass allein für die Verbesserung der Situation in der Brockhausstraße rund 250 neue Plätze geschaffen werden müssten. Auch bleibt er skeptisch, ob ein Parkhaus wirtschaftlich betrieben werden könne, ohne dass die Plätze für die Anwohner zu teuer würden. „Ich bin gespannt, wie das gehen wird“, sagte er. Die Bürger werden im weiteren Verfahren an den Planungen beteiligt.

In der Vergangenheit hatte die Initiative Schleußig angemahnt, dass östlich und westlich der Könneritzstraße bis zu 650 Parkplätze fehlen. Die Bürger haben auch vorgeschlagen, die Garagenhöfe in der Holbeinstraße/ Ecke Oeserstraße und am Schleußiger Weg in Höhe Dammstraße als Bauplätze für Parkdecks zu prüfen. Die Stadt betont im Aufstellungsbeschluss, dass die Rochlitzstraße die einzige geeignete Fläche für eine Quartiersgarage sei.

Doch auch für die Stadt ist diese Lösung kein Allheilmittel gegen die Parkplatznot. Die Verwaltung zählt eine Reihe von Maßnahmen auf, die vorangetrieben werden müssten. Darunter fällt die Verbesserung der Bedingungen für Radfahrer, Optimierung des Car-Sharings, die bessere Ausnutzung privater Tiefgaragen, mögliche Einbahnstraßenregelungen und unter Umständen sogar die bauliche Umgestaltung von Straßen. Dabei sei auch zu diskutieren, ob Straßenbäume in Zukunft Parkplätzen weichen müssen.

Evelyn ter Vehn

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