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Lokales Unter Protest - Peer Steinbrück diskutiert an der Uni Leipzig über TTIP
Leipzig Lokales Unter Protest - Peer Steinbrück diskutiert an der Uni Leipzig über TTIP
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18:12 14.12.2015
Peer Steinbrück in der Universität Leipzig  Quelle: André Kempner
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Leipzig

Welcher andere Honorarprofessor der Universität Leipzig hätte an einem Montagmorgen ein proppevolles Auditorium gefüllt als Peer Steinbrück? Das lag an seinem Bekanntheitsgrad. Aber auch an dem aktuellen Streitthema, dem sich der ehemalige Bundesfinanzminister im Hörsaal drei gewidmet hat: TTIP.

Am Montag hat Peer Steinbrück, früherer Finanzminister und Kanzlerkandidat der SPD, zu den Chancen internationaler Handelsabkommen an der Uni Leipzig gesprochen. Im Hörsaal 3 protestierten Studenten gegen TTIP.

Die Abkürzung steht für das Großprojekt der EU und den USA, die weltgrößte Freihandelszone unter dem Namen Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft zu schaffen. Seit Juli 2013 laufen die Verhandlungen. In Deutschland ist die Kritik am bilateralen Vertrag besonders stark – zuletzt demonstrierte im Oktober eine Viertel Million Menschen gegen TTIP auf Berlins Straßen.

„Stoppen Sie TTIP“-Banner im Hörsaal

Und weil die Bedenken, dass das Abkommen die gegenwärtigen EU-weiten Verbraucher- und Umweltstandards senken könnte, nicht abreißen, mischten sich am Montag auch Anti-TTIP-Aktivisten unter die Studierenden. Steinbrück nickte ihre auf Bannern festgehaltenen Parolen „Stoppen Sie TTIP“ freundlich ab. Doch ein Signal gegen das geplante Handelsabkommen zu setzen, lag dem Sozialdemokraten fern. So machte Steinbrück deutlich: „Es wird die Globalisierung weiterhin geben, mit oder ohne TTIP“, und: „Wenn sich Europa nicht beteiligt, wird die Globalisierung von anderen betrieben.“

Von Victoria Graul

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