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Lokales Pellmann, Lay und Hahn wollen Neuanfang an der Linken-Landesspitze
Leipzig Lokales Pellmann, Lay und Hahn wollen Neuanfang an der Linken-Landesspitze
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16:26 01.11.2017
André Schollbach (Archivfoto) wäre laut Pellmann, Lay und Hahn ein guter neuer Linken-Vorsitzender in Sachsen. Quelle: dpa
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Leipzig

Der Leipziger Bundestagsabgeordnete Sören Pellmann (Linke) fordert zusammen mit den Parlamentskollegen Caren Lay (Bautzen) und André Hahn (Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) einen Neuanfang an der sächsischen Landesspitze der Linkspartei. Die drei Bundespolitiker schlugen am Mittwoch in einem offenen Brief den Juristen André Schollbach für den Posten des neuen Landeschefs vor.

Pellmann und Mitstreiter stellen sich damit klar gegen den Willen des scheidenden sächsischen Linkspartei-Vorsitzenden Rico Gebhardt, der als seine Nachfolgerin die bisherige Landesgeschäftsführerin Antje Feiks ins Spiel gebracht hatte. Am kommenden Samstag soll auf einem Parteitag in Chemnitz über die Personalie entschieden werden.

Neues Kräfteverhältnis im Freistaat

Zur Begründung für einen Neuanfang führen die drei sächsischen Bundestagsabgeordneten einerseits das veränderte politische Kräfteverhältnis im Freistaat an. Beim anstehenden Wahlkampf für die Landtagswahlen sehen Pellmann und Mitstreiter ein „inszeniertes Duell zwischen CDU und AfD“ voraus. Die Linke habe die schwierige Aufgabe, sich dagegen zu behaupten. Gebhardt habe in den vergangenen acht Jahren zwar einiges Positives erreicht, andere Ziele aber verfehlt und dabei auch Fehler gemacht, heißt es im offenen Brief.

Pellmann und Mitstreiter sehen für das Vergangene zwar nicht alleinig die Verantwortung in der Parteispitze, wollen aber einen Wechsel. „Die Linke braucht in Sachsen jetzt eine personelle Neuaufstellung, um sich unter den veränderten politischen Bedingungen behaupten zu können. An die Spitze gehören Personen, die belastbare Erfahrungen und öffentlich wahrgenommene Erfolge in der Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner mitbringen, zugleich aber einen Aufbruch verkörpern können und medial wahrgenommen werden“, heißt es weiter im offenen Brief.

André Schollbach verfüge als langjähriger Fraktionsvorsitzender im Dresdner Stadtrat und als Landtagsabgeordneter über erwiesene Führungskraft und habe als Initiator eines Bürgerentscheids zum Erhalt zweier Krankenhäuser in Dresden auch öffentlich großen Erfolg gehabt.

Bei der Bundestagswahl hatte die Linke in Sachsen zwei Mandate verloren und war hinter AfD und CDU zurückgefallen.

Von mpu

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