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Lokales Per Express nach Afrika: Spitzmaulnashorn fliegt vom Flughafen Leipzig aus
Leipzig Lokales Per Express nach Afrika: Spitzmaulnashorn fliegt vom Flughafen Leipzig aus
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12:20 27.06.2016
Das Spitzmaulnashorn in seiner bisherigen tscheschichen Heimat. Quelle: DHL
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Leipzig

Sie trägt ein Horn auf der Nase, hört auf den schönen Namen Eliska, ist 900 Kilogramm schwer und gehört zur Gattung der Spitzmaulnashörner. Für die dreijährige schwarze Nashorn-Dame brechen hektische Zeiten an, denn ein Umzug steht bevor. Per internationalem DHL-Express-Versand wurde Eliska mit dem LKW von ihrem Geburtsort, dem Zoo Dvur Kralove in der Tschechischen Republik, zum zentralen europäischen Drehkreuz von DHL in Leipzig gebracht.

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Ein Spitzmaulnashorn aus Tschechien ist am Sonntag in die Luft gegangen. Da in der Business-Class kein Platz mehr frei war, wurde der 900-Kilogramm schwere Dickhäuter via DHL-Frachtmaschine nach Tansania geflogen. (Bilder: dpa/DHL)

Nach der langen Reise von der Tschechischen Republik nach Deutschland, kam das Tier samt medizinischem Betreuerstab gegen 16 Uhr am Leipziger Flughafen an. Auf ihrer Reise wurde die Nashorn-Dame von einem Team begleitet, dem Pete Morkel, ein Tierarzt und weltbekannter Spitzmaulnashorn-Spezialist angehört.

Nach dreistündiger Verschnaufpause und einem medizinischen Check durch den Arzt ging es um 19:10 Uhr mit einem speziell für Tiertransporte umgerüsteten 28-Tonnen-Frachtflugzeug, einer Boing 757-200, weiter. Ziel ist der mehr als 6.500 Kilometer weit entfernte Flughafen Kilimanjaro im ostafrikanischen Tansania. Für den Transfer wurden fünf Container mit Tiernahrung und Wasser an Bord genommen. Von Kilimanjaro aus wird das Nashorn-Weibchen mit dem Lastwagen zu seinem neuen Zuhause gebracht. In Ostafrika soll das Tier in einem Naturschutzgebiet wieder in die freie Wildbahn entlassen werden.

Stiftung schützt bedrohte Tierarten

Der Umzug der dreijährigen Eliska in seine natürliche Heimat ist Teil eines laufenden Tierschutzprojektes des George Adamson Wildlife Preservation Trust. Die Stiftung setzt sich für den Erhalt und die Vermehrung bedrohter Tierarten in ihrer natürlichen Umgebung ein.
„Mit der Beförderung von Eliska nach Tansania setzen wir eine Tradition fort, auf die wir bei DHL Express sehr stolz sind: die Unterstützung internationaler Tier- und Umweltschutzinitiativen“, sagte Ken Allen, Chef bei DHL Express. „Wir haben uns sehr gefreut, als man uns bat, dieses schöne Tier in seine natürliche Heimat nach Afrika zu transportieren und so diese wichtige Initiative für den Erhalt der bedrohten Spitzmaulnashorn-Populationen zu unterstützen.“

Nur noch 800 Tiere weltweit

„Für unseren Zoo ist Eliskas Weggang ein zugleich freudiges und trauriges Ereignis“, sagte Přemysl Rabas, Geschäftsführer des Zoo Dvur Kralove. „Wir sind traurig, uns von einem unserer geliebten Tiere zu verabschieden.“ Zugleich sei man sehr froh, einen Beitrag zu diesem wichtigen Tierschutzprojekt leisten zu können. Rabas sei sehr gespannt, wie sich Eliska in ihrem natürlichen Lebensraum einlebe.

Schwarze Spitzmaulnashörner sind eine der am akutesten vom Aussterben bedrohten Säugetierarten. Durch massive Wilderei Ende des 20. Jahrhunderts sind die Spitzmaulnashorn-Populationen in Afrika deutlich geschrumpft. Aktuell gibt es weltweit schätzungsweise noch rund 800 Tiere der Art. Der Zoo Dvur Kralove, in dem Eliska zur Welt kam, ist sehr erfolgreich in der Aufzucht von schwarzen Spitzmaulnashörnern – bis heute sind hier 43 Spitzmaulnashörner zur Welt gekommen.

Oliver Becker

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