Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Petersburger Dialog fordert in Leipzig mehr Engagement von Deutschland
Leipzig Lokales Petersburger Dialog fordert in Leipzig mehr Engagement von Deutschland
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:07 21.10.2013
Arbeitsgruppentreffen des Petersburger Dialogs in Leipzig: die Vorsitzenden für die deutsche Seite, Lothar de Maizière (l.), und für die russische Seite, Wiktor Subkow. Quelle: dpa
Anzeige
Leipzig

„Die Zusammenarbeit war in den vergangenen drei bis vier Jahren nicht so optimal, wie sie schon einmal war“, sagte der Vorsitzende des Dialogs von deutscher Seite, Lothar de Maizière. Es dürfe nicht nur darum gehen, wie viel Öl und Gas Deutschland importiere. Eine Zusammenarbeit mit Russland auf allen gesellschaftlichen Ebenen habe in Zukunft auch eine entscheidende Rolle für Europas Stellung in der Welt.

Zum Petersburger Dialog treffen sich seit 2001 jährlich russische und deutsche Experten aus allen Bereichen der Gesellschaft. Sie wollen zur Verständigung zwischen den beiden Staaten beitragen. Die Schirmherrschaft haben der russische Präsident Wladimir Putin und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) übernommen. Das diesjährige Treffen ist für den 4. Bis 6. Dezember in Kassel geplant.

Dafür haben sich die Teilnehmer auf zwei Schwerpunktthemen geeinigt. „Zum einen soll es um die Zukunft der deutsch-russischen Beziehungen gehen“, sagte de Maizière. Die Experten hätten festgestellt, dass diese schlechter wahrgenommen würden, als sie tatsächlich seien. Es gebe zwar eine tiefe wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Verbindung beider Staaten, doch die sei ausbaufähig und müsse auch besser nach außen dargestellt werden. „Die Außenpolitik der Deutschen war in den vergangenen Jahren sehr stark auf Europa und Amerika orientiert“, sagte de Maizière. Das müsse sich mit der neuen Bundesregierung in Bezug auf Russland ändern.

Als zweites Thema wollen sich die Dialog-Teilnehmer um die sozialen und politischen Rechte als Bedingungen in einer freien Gesellschaft kümmern. Dazu arbeite der Petersburger Dialog seit dem vergangenen Jahr stärker mit Jugendlichen zusammen, sagte de Maizière. „Es geht uns etwa um die Themen: Welche Rolle spielt der Fußball oder wie entwickelt sich die Fankultur?“, sagte er weiter. Das Thema wäre besonders im Blick auf die Winterspiele in Sotschi 2014 und der Fußballweltmeisterschaft 2018 in Russland gewählt worden. „Wir wollen auch auf diesen Gebieten formulieren, was wir in Zukunft von den Regierungen erwarten.“

Die russische Seite sieht den Petersburger Dialog weiterhin positiv. „Wir diskutieren und lernen uns dadurch immer besser kennen“, sagte der russische Versitzende des Dialogs, Wiktor Subkow. Er lobte die gute Kontaktpflege sowie den ständigen Austausch. „Mit Hilfe des Dialogs kooperieren wir mit Deutschland so eng wie mit keinem anderen Land“, sagte er. In Zukunft sei die Frage der Fragen, wie sich das Verhältnis zwischen Deutschland und Russland weiter gestalte.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wer auf dem Weg zur Gefechtsdarstellung in der Weinteichsenke das richtige Fahrzeug steuerte, stand gestern auf der Siegerseite. Leichtes Spiel hatten Ulrike Buchnat und Thomas Böhnke.

21.10.2013

Der Bürgerkrieg in Syrien: Während sich inzwischen viele Hilfsorganisationen aus dem Land zurückgezogen haben, beziehen andere Stellung. So hatte der deutsche Verein "Syrienhilfe" Ende August mehrere Container mit verschiedenen Hilfsgütern in das von gewalttätigen Auseinandersetzungen erschütterte Land geschickt.

19.05.2015

Oktober will Leipzigs Stadtverband der Volkssolidarität (VS) den "ganz großen Spatenstich" machen und ein großes Sozialzentrum in der Lindenauer Demmeringstraße erbauen.

19.05.2015
Anzeige