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Lokales Peterskirche im Leipziger Zentrum-Süd wird jetzt auch innen aufgepeppt
Leipzig Lokales Peterskirche im Leipziger Zentrum-Süd wird jetzt auch innen aufgepeppt
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23:59 13.11.2014
St.-Petri-Bauverantwortlicher Thomas Hoppe (links) und Pfarrer Andreas Dohrn installieren einen ersten neuen Hochleistungslautsprecher. Quelle: André Kempner

Laut Pfarrer Andreas Dohrn werden zunächst zusätzliche Lautsprecher auf der Empore installiert.

"Ein Gutachten des Akustik-Fachplaners besagt, dass dann auf allen Plätzen der Kirche richtig gut gehört werden kann", sagt der Geistliche, der überzeugt ist, dass dies Pluspunkte für die Attraktivität des oft für Konzerte genutzten Gotteshauses am Gaudigplatz bringt. Wobei Dohrn explizit betont, dass der Nachbar und Kooperationspartner, das Evangelische Schulzentrum, den jetzigen Lautsprecher-Einbau finanziell unterstützt. Für die künftig bessere Akustik und Infrastruktur bei Veranstaltungen habe es auch nützliche Tipps von den Konzertprofis aus dem Werk 2 und dem Anker gegeben. Des Weiteren würden im Innenraum auf den Putz- und Steinarealen - in Absprache mit der Denkmalpflege - alsbald auch die Oberflächen "entsalzt".

Ab 2015 soll in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Link die Infrastruktur im Untergeschoss der Kirche verbessert werden. Dies betrifft laut Dohrn vor allem einen neuen, ökoeffizienten Wärmetauscher für die mittlerweile 40 Jahre alte Heizung. Bis zum Reformationsjubiläum 2017 soll das rund 59 000 Euro teure Vorhaben umgesetzt sein, mit dem sich künftig Energiekosten sparen ließen.

Im Zuge der jetzt anrollenden Arbeiten wird zudem unterhalb der Chorkapelle ein neues Technikzimmer entstehen. Und im Eingangsbereich sind ein paar zusätzliche Toiletten sowie diverse Lager- und Werkstatträume geplant. "Im Kirchenvorstand, im Bauausschuss und in den Bau-Stammtischen nach den Gottesdiensten haben wir in Absprache mit Experten aus dem Landes- und dem Regionalkirchenamt alle an einem Strang gezogen, um das insgesamt 48-teilige Raumprogramm und seine ersten Umsetzungen auf den Weg zu bringen", berichtet Pfarrer Dohrn. Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsen sei bei allen Planungen für den Innenausbau "finanziell und thematisch" mit im Boot.

Die Neue Peterskirche, wie sie exakt heißt, war 1885 eingeweiht worden. Das Gotteshaus war der erste Kirchenneubau in Leipzig nach der Reformation. Er ersetzte die spätgotische Alte Peterskirche, die sich im Bereich Petersstraße/Peterskirchhof (Höhe Kaffee Richter/Musikschule) befand.

Heute zählt die Peterskirche zu den bedeutendsten neogotischen Sakralbauten des 19. Jahrhunderts in Sachsen. Sie besticht nicht nur durch die Weite ihres Innenraums und die hellen, warmen Sandsteine, sondern auch durch eine Vielzahl farbiger Bleiglasfenster. Außerdem schlägt sie den Kölner Dom. Das Mittelschiff weist eine Spannweite von 17 Metern auf - und ist damit drei Meter breiter als das Mittelschiff von Deutschlands berühmtester Kathedrale.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.11.2014

Raulien, Angelika

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