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Lokales Petition zur Rettung des Jugendtreffs im GeyserHaus gestartet
Leipzig Lokales Petition zur Rettung des Jugendtreffs im GeyserHaus gestartet
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16:38 30.11.2018
Auf der Parkbühne des Geyserhauses treten nicht nur die Stars auf - auch die Besucher des Jugendtreffs können sie nutzen. Doch der ist nun von der Schließung bedroht. Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

Ein Computerkabinett, eine offene Werkstatt für das Fahrrad oder Bastelarbeiten, Platz für sportliche Aktivitäten und eine Bühne für die Kreativen: Der Jugendtreff im Leipziger GeyserHaus hat alles, um Jugendlichen einen sinnvolle Freizeitgestaltung nach der Schule oder in den Ferien zu ermöglichen. Seit mehr als 20 Jahren steht er den Heranwachsenden offen.

Ab Januar jedoch droht die Schließung. Deshalb wurde kürzlich eine Onlinepetition ins Leben gerufen. Wie die Initiatoren mitteilen, habe die Stadtverwaltung für den kommenden Doppelhaushalt zu wenig Geld eingeplant, „so dass zahlreiche Angebote der Jugendkultur, der offenen Kinder- und Jugendarbeit und des Kinder- und Jugendschutzes in Leipzig geschlossen werden sollen“. 3300 Unterzeichner werden gesucht, aktuell sind es etwas mehr als 400 aus Leipzig.

Hier geht es zur Petition.

Von einer Schließung wären vier andere Jugendtreffs sowie mindestens zehn weitere Angebote betroffen, sagt Anja Michael, Leiterin der Jugendhilfe im GeyserHaus gegenüber LVZ.de. „Für uns ist es wirklich wichtig, dass eine größere Förderung kommt. Gerade im Hinblick auf das Wachstum der Stadt müsste die Jugendarbeit dringend ausgebaut werden.“ Linken-Fraktionschef Sören Pellmann sprach Anfang November gar davon, dass 18 Projekte gefährdet seien.

Die Arbeitsgemeinschaft Freier Träger der Jugendhilfe in Leipzig (AGFT) fordert deshalb eine Erhöhung des Etats um drei Millionen Euro in 2019 und 3,5 Millionen Euro in 2020. Unter anderem um die gestiegenen Personal- und Betriebskosten zu kompensieren, präventive Projekte auszubauen und die seit März geltenden neuen Fachstandards umzusetzen. Hohe Mehrkosten in der Jugendarbeit ergeben sich nicht zuletzt durch Tariferhöhungen. Einem entsprechenden Antrag wurde im Jugendhilfeausschuss schon zugestimmt. Die Stadtratsfraktionen von SPD, Grüne und Linken gaben am Freitag ebenfalls bekannt, dass sie die Aufstockung der Mittel in genannter Höhe beantragen wollen.

Bei der vergangenen Stadtratssitzung hatten Vertreter der freien Kunstszene und der Jugendhilfe auf ihre prekäre Situation aufmerksam gemacht. Die AGFT will sich vor der kommenden Sitzung nochmals genauer positionieren.

von Christian Neffe

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