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Lokales Philippus Leipzig schließt Sachspenden-Annahmestelle für Flüchtlinge
Leipzig Lokales Philippus Leipzig schließt Sachspenden-Annahmestelle für Flüchtlinge
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10:17 13.11.2015
Mitte September hatten freiwillige Helfer bei der Sammelstelle Philippus Leipzig und der Straßenbahnhof Leutzsch noch allerhand zu tun. Mittlwerweile trifft das nur noch auf Letzteren zu. (Archivfoto) Quelle: André Kempner
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Leipzig

Ab Freitag wird die Sammelstelle Philippus Leipzig keine Sachspenden für Flüchtlinge mehr entgegennehmen. In den vergangenen Wochen sei laut Sprecherin Maike Hillenbach „nicht mehr so viel abgegeben und abgeholt worden“ wie noch zu Beginn. Leipziger Hilfsorganisationen können bis zum 12. November Kleiderspenden abholen. Den Rest leitet Philippus Leipzig sukzessive an die zentrale Annahmestelle im Straßenbahnhof Leutzsch weiter.

„Wir haben gemerkt, dass die Spendenmenge zurückgegangen ist“, erklärt Hillenbach. Nach der Eröffnung am 15. September 2015 seien die ehrenamtlichen Helfer kaum noch mit dem Sortieren nachgekommen, weil ständig neue Kleidung abgegeben wurde. Regelrechte Menschenschlangen hätten sich damals vor der diakonischen Einrichtung in der Aurelienstraße gebildet. „Am Anfang haben wir noch die Berge von Kleidung bis in den vierten Stock gestapelt“, erinnert sich Hillenbach. „Wir hatten schon Angst, dass irgendwann das ganze Haus vollgestopft ist und niemand mehr durch den Hauseingang kommt.“

Philippus Leipzig ohnehin nur als Interimstandort angedacht

Der große Ansturm ist nun vorbei. „Die bis zu 300 Ehrenamtlichen der Philippus Kirche haben in einer Phase der Überbrückung geholfen“, erläutert Hillenbach. Christoph Graebel, Projektleiter der Sachspendenzentrale Leipzig bestätigt das Interim: „Das Philippus war ohnehin nur bis März 2016 angedacht.“ Denn Mitte September musste das ehemalige Pfarrhaus adhoc eröffnen, weil die erste Sammelstelle in der Berliner Straße überraschend wegen Überforderung schloss.

Fokus wieder mehr auf geplantem Integrationshotel

Ab jetzt tritt das ursprüngliche Projekt wieder in den Vordergrund, denn 2016/17 möchte das Berufsbildungswerk (BBW) Leipzig die Kirche in einen Integrationsbetrieb mit Hotel, Gastronomie und Veranstaltungen im offenen Kirchensaal umbauen. Der Bauplan wurde zwar noch einmal zurückgezogen, aber der neue soll in Kürze gestellt werden. „Wir haben noch einmal das Architekturbüro gewechselt und neue Ideen in die Planung einfließen lassen“, so Hillenbach. 40 Prozent der Mitarbeiter des Betriebs werden Menschen mit Behinderung sein, was in Leipzig einzigartig ist. In Deutschland existieren bereits 30 Häuser, in denen die meisten Arbeiten durch Behinderte erledigt werden.

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