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Lokales Ein Platz sieht Rosa: 30 000 pinke Schuhe gegen den Brustkrebs
Leipzig Lokales Ein Platz sieht Rosa: 30 000 pinke Schuhe gegen den Brustkrebs
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15:56 30.09.2018
Pink Shoe Day vor der Oper in Leipzig. Quelle: Andre Kempner
Leipzig

Der Augustusplatz ganz in Rosa: Rund 30 000 rosa – oder rosa bemalte –Schuhe waren als Hingucker vor der Oper aufgestellt. Von den Hochhackigen über Turnschuhe bis hin zu Gummistiefeln. Sie stehen symbolisch für den Weg, der für Frauen beginnt, nachdem sie die Diagnose „Brustkrebs“ erhalten haben. Am Sonnabend ging in Leipzig zum sechsten Mal der Pink Shoe Day über die Bühne, ein Aktionstag gegen den Brustkrebs. Gestartet wurde er um 6.30 Uhr mit dem Pink-Shoe-Lauf: Michaela Wunderlich vom Radiosender RSA und Kanute Jan Benzien legten die ersten Kilometer vor. Dann ging es den ganzen Tag rund – rund um die trocken gelegte Fontäne vor der Oper.

„Bis wir nicht mehr können“

Vereine, Firmen, Teams und Einzelläufer schlossen sich bis zum Nachmittag dem Lauf an. Angelika Görgens (57), Petra Rogowski (46) und Stefanie Kanus (37) vom Betriebssportverein AOK waren erstmals als Läuferinnen am Start und wollten so viele Runden drehen, „bis wir nicht mehr können.“ Vor zwanzig Jahren hätte das Thema sie noch nicht groß berührt, meinte Angelika Görgens. „Aber je älter man wird, desto näher rückt es. Brustkrebs kann jeden treffen, keiner ist davor geschützt.“ Rund um die Laufstrecke gab es Infostände, an denen man sich über Brustkrebsvorsorge und -therapien, gesunde Ernährung oder Bewegung informieren konnte.

Lauf-Aktion geht den ganzen Oktober

Die Lauf-Aktion geht noch den ganzen Monat weiter –75 000 Kilometer sollen bis Ende Oktober zusammenkommen, das entspricht der Zahl der Brustkrebs-Neuerkrankungen in Deutschland im Jahr. Pro Kilometer werden die Läuferinnen und Läufer um eine Spende von einem Euro gebeten. Das Geld kommt dem Verein Haus Leben Leipzig zur Finanzierung von Krebsvor- und Nachsorgeangeboten zugute.

Eine Leipziger Erfindung

Der Pink Shoe Day ist übrigens keine Erfindung aus Amerika, sondern aus Leipzig. Er unterstützt die Arbeit des Vereins Haus Leben an seinen Standorten Leipzig und Delitzsch, wo jährlich über 2000 Krebs-Patienten und auch die Kinder von krebskranken Eltern betreut werden.

Von Kerstin Decker

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