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Lokales Plagwitzer Bahnhofsareal wird zur grünen Lunge – Stadt Leipzig und Bahn besiegeln Flächenkauf
Leipzig Lokales Plagwitzer Bahnhofsareal wird zur grünen Lunge – Stadt Leipzig und Bahn besiegeln Flächenkauf
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13:28 05.03.2015
Rückblick: Symbolischer "Baggerbiss" auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Plagwitz am 23. Mai 2013. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Urbaner Wald soll künftig auf den ehemaligen Bahnanlagen wachsen, und Bürgerprojekte können sich weiter entfalten. „Für die Akteure der jahrelangen Bemühungen ist das ein Meilenstein“, sagte Mathias Weber, SPD-Stadtrat und Mitglied der Initiative Bürgerbahnhof Plagwitz.

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Auf der Brachfläche des ehemaligen Güterbahnhof Plagwitz entsteht unter anderem ein urbaner Wald, außerdem ist der Platz für Bürgerprojekte wie Gärten und Spielplätze gesichert. Die Stadt hat jetzt von der Bahn 8,3 Hektar Flächen gekauft.

Die Bahn müsse den Vertrag zwar noch "nachgenehmigen" lassen. "Aber das ist lediglich eine Formalie", so Weber. In der Vergangenheit sei es dagegen immer wieder unklar gewesen, ob die Stadt wirklich in den Besitz der Flächen komme, schilderte er. Zwischenzeitlich habe es Gerüchte gegeben, dass Immobilienentwickler Interesse an dem Areal gezeigt hätten.

Die Kommune erfüllt mit dem Kauf nun einen Auftrag des Stadtrates, der mit Rahmen- und Bebauungsplan die Grundlagen für die Entwicklung einer grünen Lunge zwischen Karl-Heine-Straße und alten Lokschuppen nahe der Schwartzestraße legte. Viele Projekte kommen direkt aus der Bürgerschaft: Die Initiative „Bürgerbahnhof Plagwitz“ und die Stiftung "Ecken wecken" treiben die Vorhaben wie den Bauspielplatz, Bürgergärten oder urbane Landwirtschaft voran.

870.000 Euro für die nächste Bau-Etappe

Das dafür vorgesehene Areal soll jetzt durch Einfriedungen, Wege und Versorgungsanschlüsse nutzbar gemacht werden, heißt es im Bau- und Finanzierungsbeschluss für die nächste Etappe. Schon im April sollen die ersten Arbeiten beginnen, erklärte Weber. Leipzig werde 870.000 Euro investieren. 93.000 Euro bringt die Stadt selbst auf, der Löwenanteil kommt aus Fördertöpfen wie dem Europäischen Strukturfonds EFRE.

Gestaltungsplan Bürgerbahnhof (Quelle: Stadt Leipzig)

Bis Ende 2015 wird nach den Plänen der Güterbahnhof Plagwitz nördlich der Antonienstraße abgebrochen. Nördlich und südlich der derzeitigen Baustelle Antonienbrücke soll auf 6,5 Hektar ein Wald mitten in der Stadt angelegt werden. Der westliche Geh- und Radweg, der im Norden nahe der Naumburger Straße schon begonnen wurde, kann in diesem Jahr außerdem bis zur Rampe an der Antonienstraße weitergeführt werden.

Insgesamt wollen Kommune und Bürger einen „Freiraum mit besonderer stadtökologischer Funktion“ entwickeln, heißt es in den Plänen der Stadt. Die Parks und Freiflächen in Plagwitz, Kleinzschocher und Grünau sollen stärker vernetzt werden, und damit für die Leipziger besser nutzbar sein. Vor allem Familien mit Kindern könnten davon profitieren.

Evelyn ter Vehn

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