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Lokales Plan bis 2017: Leipzig will 7000 neue Kita-Plätze schaffen – Grundstückspreise hemmen
Leipzig Lokales Plan bis 2017: Leipzig will 7000 neue Kita-Plätze schaffen – Grundstückspreise hemmen
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15:37 02.10.2014
In diesem Jahr bereits eröffnet: Die neue Kita in der Goyastraße. Quelle: André Kempner
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Leipzig

3.262 neue Plätze sollen so bis Ende kommenden Jahres entstehen. „Dann entspannt sich die Lage erstmal“, glaubt Nicolas Tsapos, Leiter des Jugendamtes.

Die Nachfrage nach Betreuungsangeboten ist allerdings weiter ungebrochen. Im Schuljahr 2014/15 geht die Stadtverwaltung von einem zusätzlichen Bedarf von 532 Plätzen aus. „Die Geburtenrate in Leipzig steigt kontinuierlich“, erklärte Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD). Allein 2013 kamen rund 300 Kinder mehr als im Vorjahr auf die Welt. Zudem ziehen immer öfter Familien mit kleinen Kindern in Sachsens größte Stadt.

Die Planer gehen deshalb davon aus, dass auch in den nächsten Jahren weitere Neubauten entstehen müssen. Ihren Berechnungen zufolge werden in diesem Schuljahr 28.396 Kinder betreut, in drei Jahren sollen es schon 30.250 sein, also noch einmal 1854 zusätzlich.

Der Sozialbürgermeister will deshalb bis 2017 weitere 35 Bauprojekte umsetzen und so 3.758 Plätze schaffen. Allerdings plagt ihn ein Problem: In den angesagten Stadtteilen Leipzigs stehen kaum noch Flächen zur Verfügung oder sind für die Stadt nicht mehr bezahlbar. Fabian nannte vor allem den Süden der Stadt, Altwest von Plagwitz bis nach Leutzsch und Gohlis als Problemfälle. Wegen überhöhter Forderungen seien schon zwei Projekte geplatzt. Welche es waren, wollte er nicht sagen. Durchgesickert ist aber, dass in der Fichtestraße ein Kindergartenneubau an den hohen Grundstückskosten scheiterte.

Wegen des enormen Planungsaufwands ist die Stadt zudem mit einigen Vorhaben schon jetzt im Bauverzug. Finanzierungsgespräche, Belange des Lärm- und Denkmalschutzes: Viele Verhandlungen zögen sich in die Länge. „Wenn der Bau endlich begonnen hat, kann ich wieder ruhig schlafen“, gab der Sozialbürgermeister zu.

Und noch eine Aufgabe muss das Jugendamt lösen. Für jede neue Einrichtung muss die Behörde auch Personal einstellen. Allein in den kommenden drei Jahren werden rund 266 Erzieherinnen benötigt. Dabei sind Neueinstellungen für Mitarbeiter, die in den Ruhestand wechseln, noch nicht eingerechnet. Fabian gibt zu, dass Mitarbeiter heute schwieriger zu finden seien als noch vor einigen Jahren. Bisher sei aber noch jede Stelle besetzt worden. Leipzig könne vor allem mit einem attraktiven Umfeld werben. „Außerdem sind Arbeitsplätze in Neubauten begehrt“, so Fabian.

Reformiert werden soll das städtische Kindergarten-Portal Kivan. Eltern erhalten künftig bei der Anmeldung eine Referenznummer. Die Zahlenkombination benötigen sie später beim Abschluss eines Betreuungsvertrages. Auf diesem Weg will die Stadt ihre Statistiken schärfen, Mehrfachanmeldungen vermeiden und den Bedarf noch genauer erfassen. In den kommenden Tagen startet eine Testphase, im nächsten Schuljahr soll die Referenznummer dann Standard werden. Die Eltern müssten sich aber weiter in ihren Wunsch-Kitas selbst um einen Platz kümmern. „Eine zentrale Vergabe wird es nicht geben“, so Fabian.

Matthias Roth

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