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Lokales Plüschtier, Kuchen und Handy-Spiel: Opossum Heidi lässt die Kassen klingeln
Leipzig Lokales Plüschtier, Kuchen und Handy-Spiel: Opossum Heidi lässt die Kassen klingeln
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15:02 15.03.2011
Heidi soll künftig im Gondwanaland auf Besucher warten. Quelle: dpa
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Leipzig

Die produzieren fleißig Plüschtiere oder lassen Heidi in einer Handy-App Möhren knabbernd von Ast zu Ast schwingen. Seit neuestem gibt es auch einen Heidi-Kuchen. Das Opossum mausert sich zur Lizenz zum Geldverdienen.

Zoo-Chef Jörg Junhold sagt trotzdem: „Wir machen das nicht auf Teufel komm raus.“ Es habe schon sehr viele Anfragen von Firmen gegeben. „Ich habe es nicht gezählt. Wenn ich mal schätzen sollte, würde ich sagen, 30 bis 50 Anfragen hatten wir bestimmt.“ Dass in den meisten Fällen nichts daraus wurde, liege am Qualitätsanspruch des Zoos. Eine Plüsch-Heidi, die im Zoo-Shop verkauft wird, dürfe natürlich nicht mit Schadstoffen belastet sein, erklärt Junhold.

Falk Möckel, Geschäftsführer einer Leipziger Softwarefirma, ist mit seinem Heidi-Coup ganz zufrieden. Seine Firma hat ein Handy-Spiel entwickelt. Für 79 Cent kann man sich „Heidi’s Workout“ runterladen. „Die Resonanz ist eigentlich gut“, sagt Möckel. „Vor allem das weibliche Publikum scheint das Spiel sehr zu mögen.“ Genaue Verkaufszahlen kenne er noch nicht, die App ist erst seit kurzem auf dem Markt. Auch über eine PC-Version werde inzwischen nachgedacht.

[gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_6190]Auf dem Handy-Spielchen prangt wie ein Gütesiegel das Label des Zoos Leipzig. Beide Seiten verdienen daran. Wie viel, will niemand so genau sagen. Der Zoo betont, seine Einnahmen flössen in Artenschutzprojekte. „Es ist nicht so, dass wir schon reich geworden wären“, sagt Junhold. Außerdem seien dem Zoo mit dem Schutz der Markenrechte ja auch Kosten entstanden.

Auch ohne den Segen des Zoos lassen sich mit Opossums seit dem Ausbruch der Heidi-Manie offensichtlich Geschäfte machen. Eine Spielwarenfirma aus Nordrhein-Westfalen verkauft jetzt Plüsch-Opossums - und sieht sich prompt dem Vorwurf des Plagiats ausgesetzt. Geschäftsführerin Maria Biermann weist das zurück: „Wir machen keine Kopie eines Opossums aus dem Leipziger Zoo. Unser Opossum schielt nicht und wir nennen es auch nicht Heidi.“

Die Kösener Spielzeugmanufaktur, die mit der Lizenz des Zoos schon 2000 Plüsch-Heidis produziert hat, will trotzdem rechtliche Schritte unternehmen. „Genau deswegen kauft man ja eine Lizenz, um möglichst der einzige zu sein“, beklagt Marketingchef Helmut Schache und bestätigt damit einen Bericht der „Bild“-Zeitung vom Dienstag. Allerdings sei das „juristisch nicht ganz so einfach“.

dpa

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