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Lokales „Plus an Lebensqualität“ - Elstermühlgraben an der Westbrücke offen
Leipzig Lokales „Plus an Lebensqualität“ - Elstermühlgraben an der Westbrücke offen
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22:51 21.05.2015
Letzte Arbeiten am Elstermühlgraben kurz vor der Eröffnung. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Ein weiterer Teil des freigelegten Elstermühlgrabens ist am Donnerstag übergeben worden. Damit finden die Bauarbeiten zwischen Friedrich-Ebert- und Elsterstraße nach zwei Jahren ein Ende. Auch wenn der Gewässerlauf bereits seit dem 11. Mai geflutet wurde, dauerten die Bauarbeiten noch bis Mittwoch an.

Während der Freilegung mussten zunächst Bäume gefällt werden. Dann wurden Wege, Parkplätze und Beleuchtung abgerissen beziehungsweise demontiert. Anschließend wurden Bohrpfahlwände in den Boden eingelassen, bevor Grabensohle und Grabenwände betoniert werden konnten. Abschließend wurde ein Teil der Uferböschung tiefer gelegt, mit Bänken ausgestattet und durch Treppen zugänglich gemacht. 7,3 Millionen Euro flossen in das Projekt.

„Jeder freigelegte Abschnitt bedeutet ein plus an Lebensqualität, welches ich insbesondere den Anwohnern gönne, die während der zwei Jahre vieles ertragen mussten“, sagte Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) anlässlich der Übergabe. „Der Elstermühlgraben ist prägend für das Antlitz der Stadt.“

Nächster Bauabschnitt beginnt – Bis 2020 soll es geschafft sein

Ab Herbst 2015 gehen die Bauarbeiten weiter. Dann wird der Abschnitt zwischen Thomasius und Lessingstraße aufgerissen, bevor anschließend die Funkenburgbrücke saniert wird. Es handelt sich dabei um das letzte Projekt im Rahmen des dritten Bauabschnitts. Die Gesamtkosten aller Einzelprojekte zwischen Thomasius und Friedrich-Ebert-Straße summieren sich auf rund 18 Millionen Euro. Etwa 400 Meter des Gewässers werden dabei offen gelegt, neue Versorgungsleitungen installiert, sowie Wehranlagen und vier Brücken saniert.

Der Elstermühlgraben wurde bereits 1879 mit einem abdeckenden Gewölbe versehen, um im Ranstädter Steinweg mehr Fläche zu gewinnen. Dazu wurde auch die Angermühle abgerissen, und durch ein Wehr ersetzt. Der restliche Teil des Gewässers wurde 1961 in eine unterirdische Rohrleitung verlegt. Durch die Einleitung von Industrieabwässern war der Graben zuvor in einem schlechten Zustand, die Gewässerqualität unzumutbar.

1992 fasste der Leipziger Stadtrat den Beschluss, den Elstermühlgraben wieder zu öffnen. 2004 begannen die Arbeiten. Die ersten beiden Bauabschnitte konnten 2004 beziehungsweise 2007 übergeben werden. Bis 2020 sollen auch die letzten Bereiche wieder offengelegt worden sein. Drei Brücken müssen dazu noch gebaut werden. (joka)

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