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Lokales Polizei: Deutlich mehr Unfälle mit Kindern in Leipzig
Leipzig Lokales Polizei: Deutlich mehr Unfälle mit Kindern in Leipzig
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23:59 15.08.2013
Aktion "Sicherer Schulweg" auf dem Leipziger Augustusplatz (Archivbild). Quelle: Andr Kempner
Leipzig

Der Verein engagiert sich seit vielen Jahren gemeinsam mit Partnern wie Stadt, Polizei und Leipziger Volkszeitung bei der Gemeinschaftsaktion "Sicherer Schulweg" für eine Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmer gerade zu Schuljahresbeginn.

Die Polizei erhebt zwar viele statistische Daten, betreibt aber keine Ursachenforschung. Allerdings stellten Beamte bei der Unfallaufnahme voriges Jahr in Leipzig vermehrt fest, dass Mädchen und Jungen auf die Straße laufen, ohne überhaupt auf den Fahrzeugverkehr zu achten. Und ohne Übergänge zu nutzen. Häufig kam es auch zu Unglücksfällen, weil "die Lichtzeichen an Ampelanlagen nicht beachtet wurden", sagte Polizeisprecher Daniel Kapferer. Oder weil Kinder urplötzlich hinter Sichthindernissen wie Fahrzeugen oder Verkehrsschildern auftauchten. Letzteres war mitursächlich für den tödlichen Unfall im Mai dieses Jahres in Leipzig. Wie berichtet, war ein achtjähriges Mädchen zwischen zwei Fahrzeugen auf die Oststraße gerannt und dort von einem Opel erfasst worden. Das Kind starb wenig später im Krankenhaus. Zuvor war sieben Jahre lang, von 2006 bis 2012, kein Kind aufs Leipzigs Straßen ums Leben gekommen.

Bei den 177 Unfällen mit Kindern voriges Jahr wurden laut Polizei 148 Mädchen und Jungen verletzt. Ein Großteil verunglückte als Insasse in Fahrzeugen beziehungsweise Mitfahrer im Pkw (54 Fälle), als Fußgänger (60 Fälle) sowie Radfahrer (63 Fälle).

Ulla Michael, Geschäftsführerin der Messestadt-Verkehrswacht, führt die gestiegenen Fallzahlen neben zunehmender Unaufmerksamkeit auch darauf zurück, dass in Leipzig immer mehr Kinder leben. Zum Vergleich: 2007 waren es laut Einwohnerstatistik rund 52 000 Mädchen und Jungen unter 15 Jahren; 2011 bereits 10 000 Kinder mehr. Ulla Michael wies gestern erneut auf die große Verantwortung der Erwachsenen, der Eltern hin. Gerade sie müssten sich vorbildhaft im Straßenverkehr bewegen und beispielsweise eben nicht bei Rot über die Fahrbahn laufen. "Doch das Vorbild der Eltern fehlt häufig", meinte die Fachfrau. Zudem seien die jüngsten Verkehrsteilnehmer, die Abc-Schützen, noch nicht in der Lage, komplexe Situationen richtig und schnell zu erfassen. Die Polizei kündigte für die Schulweg-Aktion vom 26. August bis 27. September verstärkte Kontrollen an. Laut Polizeisprecher Uwe Voigt richten die Beamten ihr Augenmerk vor allem darauf, ob Halteverbote an Schulen eingehalten und keine Autos auf Geh- sowie Radwegen abgestellt werden. Daneben würden durch Wendemanöver immer wieder Kinder und andere Personen gefährdet.

Vertreter von Schulen können Materialien zur Aktion "Sicherer Schulweg" mit Schulwegplänen bei der Messestadt-Verkehrswacht, Prinz-Eugen-Straße 34, am 19. und 21. August jeweils von 9 bis 16 Uhr abholen. Die große Party für Abc-Schützen auf dem Augustusplatz findet am 23. August von 10 bis 14 Uhr statt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.08.2013

Sabine Kreuz

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