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Lokales Polizei fehlen weiter konkrete Hinweise auf verschwundene Frau aus Taucha
Leipzig Lokales Polizei fehlen weiter konkrete Hinweise auf verschwundene Frau aus Taucha
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16:08 22.02.2018
Die Polizei hat weiter keine konkreten Hinweise auf die Vermisste aus Taucha. (Symbolbild)  Quelle: dpa
Leipzig

 Auch nach dem verzweifelten Aufruf der Familie einer vermissten 55-jährigen Frau aus Taucha bei Leipzig hat die Polizei keine neuen Erkenntnisse zu ihrem Aufenthaltsort. Lediglich ein Hinweis sei nach dem emotionalen Appell der Familie eingegangen, nach dem jemand Jeannette Stehr in einer anderen Stadt gesehen haben will. Die Information werde auch geprüft, so Sprecherin Katharina Geyer gegenüber LVZ.de, warnte aber vor Euphorie.

Die 55-jährige Lehrerin, die vor sechs Wochen aus dem Krankenhaus Altscherbitz spurlos verschwunden ist, sei natürlich weiter zur Fahndung ausgeschrieben. „Aber die Ermittlungen ruhen. Wir können nicht handeln, zum Beispiel mit Hunden suchen, solange es keinen konkreten Anhaltspunkt gibt, wo die Frau sich aufhalten könnte“, erklärt Geyer.

DNA in der Datenbank

Wie in solchen Fällen üblich, sei die DNA von Jeannette Stehr in die Datenbank für Vermisste aufgenommen worden. Die Polizei legt solche Nachweise an, damit auch bei unbekannten Toten im Zweifelsfall die Identität abgeglichen werden kann. Katharina Geyer appellierte noch einmal eindringlich, dass Hinweise in Vermisstenfällen statt über soziale Netzwerke direkt an die Polizei gegeben werden sollten, nur so könnten sie auf jeden Fall in die Ermittlungen einfließen.

Wer etwas über den Verbleib der vor rund sechs Wochen verschwundenen Jeannette Stehr weiß, kann sich telefonisch bei der Kriminalpolizei unter (0341) 966 4 6666 melden. Das ursprünglich zuständige Revier Nord leitet Hinweise natürlich auch weiter. Die Gesuchte ist 1,67 Meter groß, hat eine schlanke Gestalt und ein scheinbares Alter von 50 bis 55 Jahren. Außerdem spricht sie akzentfrei Deutsch, hat eine blasse Hautfarbe, blonde, graue und mittellange Haare und blaue Augen. Zuletzt trug Jeannette Stehr eine schwarze, eng anliegende Leggings, eine beige Sommerjacke und halbhohe, dunkelbeige Schuhe.

Welle der Sympathie auf Facebook

Die Familie gibt die Hoffnung nicht auf, dass die Tauchaerin bei wohlmeinenden Menschen untergekommen sein könnte. Nach dem emotionalen Aufruf am Wochenende haben allein die Nutzer auf der Facebook-Seite von LVZ.de die Suchaktion mehr als 4000 Mal und wohl in den gesamten deutschsprachigen Raum geteilt. Viel Zuspruch und gute Wünsche erreichten die Familie außerdem auf diesem Weg in ihrer schwierigen Situation.

Die Polizei warnte vor übersteigerten Hoffnungen. In Ausnahmen könne aber es sein, dass Erwachsene nach wochenlangem Verschwinden ein Lebenszeichen abgeben, hieß es gegenüber LVZ.de.

Im Januar vergangenen Jahres erregte der Fall eines 30-jährigen Mannes aus Böhlen Aufsehen, der ohne Mobiltelefon, Wohnungsschlüssel und Papiere verschwunden war. Die Polizei schaltete die Öffentlichkeit ein, sein bester Freund hatte aus Sorge außerdem eine groß angelegte Suchaktion über die sozialen Netzwerke gestartet. Danach meldete der Mann sich bei der Polizei.

Von lyn

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