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Polizeichef Merbitz: Leipzig macht Fortschritte bei Graffiti-Bekämpfung

33. Sicherheitskonferenz Polizeichef Merbitz: Leipzig macht Fortschritte bei Graffiti-Bekämpfung

Haben Schmuddel-Ecken oder Graffiti im Viertel einen Einfluss darauf, wie sicher sich die Leipziger fühlen? Am Montag tagte der Kommunale Präventionsrat zu der Frage.

Illegale Graffiti sollen schnell beseitigt werden – gleichzeitig werden legale Projekte in Leipzig gefördert.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Überquellende Papierkörbe, Vandalismus oder Müll auf den Grünflächen – Unordnung im Wohnumfeld kann sich auf das Sicherheitsempfinden der Leipziger auswirken. Zu diesem Schluss kommt die 33. Sicherheitskonferenz des Kommunalen Präventionsrates, die am Montag in Leipzig getagt hat. Fortschritte gebe es bei der Bekämpfung von illegalen Graffiti und Farbschmierereien, teilten Polizeipräsident Bernd Merbitz und Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal (Die Linke) mit.

„Die Erfolge in der Aufklärung solcher Taten sind gestiegen“, so Bernd Merbitz bei der Pressekonferenz zur Tagung, die mit 60 Teilnehmern und Fachreferenten in der Universität Leipzig stattfand. Zu den Fall-Zahlen ließ sich der Polizeichef noch nicht in die Karten schauen. Die Auswertung werde Anfang 2016 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Pro Jahr verzeichnete Leipzig in den vergangenen beiden Jahren jeweils rund 2300 Fälle von Sachbeschädigung durch Graffiti. Dass offenbar mehr illegale Sprayer dingfest gemacht werden konnten, schreibt Merbitz auch der „Zentralen Bearbeitung Graffiti“ zu. Schon 2014 konnte das achtköpfige Team die Aufklärungsquote von elf auf 19 Prozent steigern. Außerdem sei das Vertrauen der Bürger in die Behörde gestiegen: „Wir bekommen mittlerweile deutlich mehr Hinweise aus der Bevölkerung.“ Trotz der angespannten Personallage stehe das zentrale Graffiti-Bekämpfungsteam nicht zur Disposition.

Legale Graffiti: „Urban Souls“ erarbeiten Konzept

Nach einem Kurswechsel im Jahr 2013 setzen Polizei und Stadt aber nicht nur auf Repression, sondern auch auf die Förderung legaler Graffiti-Kunst. „Der Verein ‚Urban Souls‘ hat jetzt den Zuschlag erhalten, außerhalb der Verwaltung ein Konzept für legale Projekte zu entwickeln“, so Rosenthal. In dem Zuge soll auch eine Koordinierungsstelle entstehen, die Projekte in der Stadt bündelt.

Wichtig sei auch – nicht nur bei illegalen Graffiti, sondern bei Vermüllung oder Vandalismus allgemein – dass die Ärgernisse schnell beseitigt würden. Soziologe Roger Berger von der Universität Leipzig stellte Forschungsergebnisse vor, nach denen schnelles Handeln in einer Sache wie Graffiti sogar positive Effekte auf die Ordnung im Viertel insgesamt haben kann.

Die Stadt Leipzig gebe selbst jährlich rund 200.000 Euro für die Beseitigung von Graffiti an öffentlichen Gebäuden aus, so Rosenthal. Ziel sei es, innerhalb von 48 Stunden die Schmierereien wieder entfernen zu lassen. Rosenthal appellierte, dass auch Hausbesitzer aktiv werden sollten: Spezielle Unternehmen kümmerten sich für eine Flatrate darum, dass unerwünschte Schriftzüge & Co. umgehend wieder verschwinden. Und sie dokumentieren die Schäden und stellen die Anzeige bei der Polizei.

Von Evelyn ter Vehn

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