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Poröse Straßen, alte Brücken: Leipzigs Großbaustellen 2016 im Überblick

Bagger ahoi Poröse Straßen, alte Brücken: Leipzigs Großbaustellen 2016 im Überblick

Ob Antonienbrücken, Könneritzstraße oder Georg-Schumann-Straße: Auch in diesem Jahr rollen auf den Leipziger Straßen Bagger, werden Schienen verlegt und Radstreifen abgegrenzt. LVZ.de gibt einen Überblick über die größten Staufallen.

Großbaustellen 2016: Auch in diesem Jahr rollen auf den Leipziger Straßen Bagger, werden Schienen verlegt und Radstreifen abgegrenzt.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig.  Die Messestadt bleibt auch in diesem Jahr Schauplatz für diverse Großbaustellen im Straßenverkehr. Nachdem die Karl-Liebknecht-Straße Ende 2015 nach fast zweijähriger Bauzeit endlich wieder eröffnet werden konnte, sollen bis Ende 2016 auch andere prägnante Projekte zum Abschluss kommen. LVZ.de gibt einen Überblick über die größten Leipziger Straßenbaustellen in den kommenden zwölf Monaten.

Antonienbrücken zwischen Plagwitz und Grünau

Seit mehr als einem Jahr ist bereits die Überführung der Antonienstraße zur Brünner Straße gesperrt. Die beiden früheren, aus den Jahren 1969 und 1971 stammenden Brücken, wurden inzwischen abgerissen und durch eine Behelfsüberführung ersetzt. Bis zum 31. März 2017 wird der Bau der neuen Antonienbrücke noch andauern. Dazu gehört auch die Sanierung der Antonienstraße zwischen Klingen- und Diezmannstraße und zwischen Diezmannstraße bis Brünner Straße. Laut Verkehrsministerium verschlingt das gemeinsame Projekt von Kommune, Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) und Deutscher Bahn 16,3 Millionen Euro.

Antonienbrücken, Könneritzstraße oder Georg-Schumann-Straße: Die größten Staufallen im LVZ.de Überblick.

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Könneritzstraße in Schleußig

Nachdem im vergangenen Jahr bereits der südliche und nördliche Teil der Könneritzstraße grundhaft saniert wurden, kommt nun das Mittelstück vor dem Supermarkt, inklusive Haltestelle Stieglitzstraße, an die Reihe. Zur Umgestaltung gehören neue Gleise, Fahrbahnleitungen und Strommasten. Außerdem lassen die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) die Haltestelle auch barrierefrei umbauen. Bis zum Sommer beschränken sich die Arbeiten auf unterirdische Sanierungen der Kommunalen Wasserwerke (KWL). Ab 13. Juni rollen zwischen Alfred-Frank- und Rochlitzstraße aber auch wieder Bagger an, um den Straßenraum zu erneuern. In den Sommerferien kommt es zur Vollsperrung des Straßenbahnverkehrs. Ab September wird noch einmal an der Einmündung zur Holbeinstraße gearbeitet. Hier entsteht eine begrünte Freifläche. Alle Arbeiten sollen bis Dezember 2016 abgeschlossen sein. Der Umbau kostet insgesamt 3,5 Millionen Euro.

Georg-Schumann-Straße in Möckern

Ab 29. Februar wird auf der Georg-Schumann-Straße im Stadtteil Möckern wieder gearbeitet, werden zwischen Huygensstraße und S-Bahn-Brücke bis zum 16. Dezember Straßenbelag, Gleise und Leitungen erneuert. Zudem wird die Haltestelle barrierefrei und mit angehobener Radfahrbahn ausgestattet. Nicht zuletzt sollen auf beiden Seiten der Straße insgesamt 16 Bäume gepflanzt und neue Pkw- und Fahrradstellplätze errichtet werden. Nach anfänglich einseitiger Sperrung in stadtauswärtige Richtung müssen sich Autofahrer zwischen 25. Juni und 16. Oktober auf eine Vollsperrung des Abschnitts einstellen. Insgesamt werden für das gemeinsame Projekt von LVB, KWL und Stadtverwaltung 3,8 Millionen Euro notwendig.

Georg-Schumann-Straße in Wahren

Auch in Wahren wird 2016 wieder auf der Georg-Schumann-Straße gebaut. Nach der Sanierung des Abschnitts Wartenburgstraße bis Linkelstraße im vergangenen Jahr geht es ab 6. Juni anschließend bis zum Viadukt weiter. Unter anderem kommt bis zum 31. Oktober neuer Asphalt auf die Magistrale, Gehwege erhalten neue Mosaikpflastersteine. Mit großzügigen Freisitzen, Auslagen und Geschäften sowie 45 Stadtlinden in Baumreihen soll der Straßenabschnitt später wieder an die Gründerzeit erinnern. In Nähe des Viadukts und auf Höhe der Christoph-Probst-Straße werden neue Straßenbahn-Haltstellen entstehen. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme betragen rund 1,4 Millionen Euro.

Hauptstraße in Holzhausen

Bis zum 26 November ist geplant, die Sanierung der S78 auf der Hauptstraße in Holzhausen abzuschließen. Nachdem 2015 bereits der Abschnitt Baalsdorfer Straße angegangen wurde, sollen nun auf dem südlichen Teil unter anderem der Straßenraum neu geordnet und an der Kreuzung zur Stötteritzer Landstraße eine neue Ampelanlage entstehen. Für Fußgänger und Radfahrer werden sichere Querungsmöglichkeiten geschaffen, heißt es. Insgesamt investieren Land und Kommune 2,7 Millionen Euro in die Erneuerung der S78 zwischen Baalsdorf und Holzhausen.

Wurzner Straße in Sellerhausen-Stünz

Das poröse, mit einer dünnen Asphaltdecke überzogene Pflaster der Wurzner Straße in Sellerhausen-Stünz soll im Herbst erneuert werden. Zwischen 1. September und 1. November will die Stadtverwaltung dort eine 200 Meter lange Strecke sanieren und auch die Gehwegplatten erneuern. Es sollen zwei Bäume der Sorte Franxinus excelsior „Westhof`s Glorie“- Straßen-Esche gepflanzt, neue Beleuchtungsmasten und eine neue Ampel an der Kreuzung zur Annenstraße gebaut werden. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme betragen 518.000 Euro.

Straße am See in Grünau

Ab 18. April wird die Straße am See, unweit des Kulwitzer Sees, am westlichen Ende von Grünau ausgebaut. Die Fahrbahn soll hier nicht nur saniert und auf 7,25 Meter verbreitert, sondern es werden auch Radschutzstreifen angelegt. Zudem sind an der Kreuzung zur Lützner Straße eine barrierefreie Haltestelle und eine neue Ampelanlage mit Querungshilfen für Fußgänger geplant. „Die vorgesehenen Maßnahmen tragen dazu bei, den saisonal sehr starken Fußgänger- und Radverkehr zum beliebten Naherholungsziel Kulkwitzer See künftig sicherer zu bewältigen“, heißt es aus dem Landesamt für Straßenbau, das die Arbeiten finanziell unterstützt. Die Baumaßnahme wird mit Unterbrechung bis August 2017 andauern und etwa 1,6 Millionen Euro kosten.

Täubchenweg in Reudnitz-Thonberg

Noch nicht beschlossen, aber sehr wahrscheinlich ist die Sanierung des Täubchenwegs zwischen Gerichtsweg und Heinrichstraße. Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) will eine entsprechende Vorlage noch im Januar dem Verwaltungsausschuss zur Beschlussfassung vorlegen. Nachdem die KWL unterirdisch tätig geworden ist, soll ab 29. Februar auch oberirdisch gebaut werden. Unter anderem sind auf dem Abschnitt neuer Asphalt, Radstreifen, neuer Gehweg und 28 Parkplätze angedacht, heißt es. Dazwischen will die Stadtverwaltung 16 Bäume pflanzen lassen und sogenannte Gehwegnasen anlegen, die ein Überqueren der Straße erleichtern mögen. Bis zum 30. September sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten betragen laut Stadtverwaltung rund 1,5 Millionen Euro.

Von Matthias Puppe

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