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Lokales Porsche übernimmt Patenschaft für Leipziger Tafel
Leipzig Lokales Porsche übernimmt Patenschaft für Leipziger Tafel
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20:04 07.04.2016
Uwe Hück (2. v. rechts) und Werner Wehmer (r.) bei der Tafel. Quelle: Foto: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Großer Andrang herrschte am Donnerstagvormittag bei der Leipziger Tafel in Lindenau. Angekündigt hatten sich Vertreter der Porsche AG und des Leipziger Werks. Der Grund: Der Stuttgarter Sportwagenhersteller übernimmt ab sofort eine Patenschaft für die insgesamt sieben Standorte im Stadtgebiet und im Leipziger Land.

„Bereits seit September letzten Jahres unterstützen wir Tafeln an unseren anderen Produktionsstandorten“, erläuterte Michael Raichle, Geschäftsführer der Porsche-Dienstleistungsgesellschaft und zuständig für die Unternehmensgastronomie. Leipzig als einer der größten Standorte komme nun neu hinzu.

Vorerst bis September diesen Jahres – Verlängerung nicht ausgeschlossen – erhält die Leipziger Tafel nun ein bis zwei mal im Monat eine Lieferung. Dabei wird ausschließlich Frischware angeliefert, wie Raichle betont. „Wir liefern alles, was gebraucht wird: Von Nudeln und Reis, über Konserven bis zu Hygieneprodukten.“ Insgesamt wird die Porsche AG jeden Monat Waren für rund 4800 Euro zur Verfügung stellen.

Darunter befinden sich auch sogenannte Halal-Produkte, also Lebensmittel, die nach muslimischem Brauch zubereitet und zum Verzehr erlaubt sind. Der Grund: „Wir haben unsere Unterstützung im vergangenen Jahr auch vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise beschlossen“, erklärt Raichle. Da Muslime mittlerweile einen nicht unerheblichen Teil der Tafel-Kundschaft ausmachen, sei das Angebot entsprechend angepasst.

Werner Wehmer, Vorstandsvorsitzender der Leipziger Tafel, zeigte sich sichtlich erfreut über die Unterstützung. Vor allem die Flexibilität im Warenangebot, die Porsche gewährleiste, begeistert ihn. „Wir liefern alles, was fehlt, so dass die Lager immer voll sind“, bekräftigte auch Uwe Hück, Betriebsratsvorsitzender der Porsche AG. „Es geht vor allem darum, dass die Leute satt sind.“

Hück war sichtlich beeindruckt von der Professionalität der Tafel-Mitarbeiter, dankte für die Gastfreundschaft – und lud Tafel-Chef Wehmer kurzerhand zu einem Gegenbesuch in Stuttgart ein.

Von Bastian Fischer

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