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Lokales Porsche verkauft Riverboat in Leipzig-Plagwitz - Neuer Eigentümer plant Veranstaltungen
Leipzig Lokales Porsche verkauft Riverboat in Leipzig-Plagwitz - Neuer Eigentümer plant Veranstaltungen
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23:59 12.04.2013
Das Riverboat. Quelle: André Kempner

Nach LVZ-Informationen hat sich die Porsche AG für eine Lösung entschieden, durch die das Riverboat bald wieder für öffentliche Veranstaltungen und Kultur genutzt werden kann. Eingeweiht wurde das Fernsehstudio in Schiffsform, das auf einer alten Eisenbahnbrücke über dem Karl-Heine-Kanal steht und vom Leipziger Architekten Manfred Denda entworfen wurde, im Jahr 2003. Doch die gleichnamige Talkshow des MDR blieb dort nur fünf Jahre zu Gast. Versuche verschiedener Künstler, das Riverboat in Fahrt zu bringen, ebbten bald wieder ab.

Schließlich geriet der Projektentwickler und frühere Eigentümer Rene Gauglitz in finanzielle Schwierigkeiten. Deshalb erwarb Porsche 2009 die Immobilie, zu der auch eine historische Villa in der Erich-Zeigner-Allee 45 und ein Ankerplatz am Kanal gehören. Der Sportwagenhersteller wollte das Gelände dem Christlichen Kinder- und Jugendwerk "Die Arche" für seine Sozialarbeit überlassen. Doch dieses Projekt scheiterte, die Gründe blieben geheim.

Vom Nachtklub bis zur Nobelgastronomie - bei den Autobauern meldeten sich dann ganz verschiedene Kaufinteressenten. Schließlich ist Plagwitz zurzeit der Boom-Stadtteil in Leipzig! Doch Porsche entschied sich für ein Konzept, durch das die bekannte Immobilie Nutzern aus ganz verschiedenen sozialen Schichten offenstehen wird. Den Zuschlag erhielt die neu gegründete Firma "Kulturhafen am Riverboat". Sie gehört zu gleichen Teilen Lutz Decker, Inhaber der Musikschule sowie staatlich anerkannten Berufsfachschule Musifa, welche in der Theaterfabrik an der Hans-Driesch-Straße residiert, sowie dem Leipziger Unternehmer Uwe Böhme, bekannt als Gründer der Fluggesellschaft Saxonia, welche er später aber an die Lufhansa verkauft hatte.

Böhme bestätigte die Pläne am Freitag gegenüber der LVZ. "Wir möchten aus dem Objekt einen Kulturhafen machen, der allen Leuten offen steht." In der Riverboat-Bühne seien Veranstaltungen aller Art vorgesehen - von Kabarett über Streichquartett bis zu privaten Hochzeitsfeiern oder Tagungen. Die Villa soll als zusätzlicher Standort der Musikschule dienen. "Denn die Musifa platzt aus allen Nähten." Schon diesen Sommer könnten wieder Boote an dem Steg anlegen. Mehr zum Konzept wollen Böhme und Decker erst nach Übernahme des Areals in der kommenden Woche verraten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.04.2013

Rometsch, Jens

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